Kurz, holperig, gefährlich : Landesstraße: Ausbau nicht in Sicht

Die Landesstraße in Groß Gottschow ist nicht nur desolat, sondern auch eine Unfallquelle.
Die Landesstraße in Groß Gottschow ist nicht nur desolat, sondern auch eine Unfallquelle.

200 Meter langes Teilstück in Groß Gottschow gehört zum sogenannten grünen Netz, für das keine Invest-Mittel bereit stehen sollen

von
04. Januar 2016, 16:18 Uhr

Der Zustand der kleinen und größeren Straßen in der Gemeinde Plattenburg ist immer wieder Anlass für intensive Diskussionen. Eine besondere Situation gibt es in Groß Gottschow. Hier treffen sich eine kommunale Straße mit einer Kreisstraße und einer Landesstraße. Vor allem der Zustand der Landesstraße vom Kreuzungsbereich in der Ortslage bis etwa 200 Meter in Richtung Krampfer wird oft moniert.

Jüngst hatte sich Ortsvorsteher Heinz Wernicke den SPD-Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht eingeladen. Man wollte ihm das Problem direkt vor Ort zeigen und nach Lösungen suchen. Doch die gab es – wie so oft – nicht. Auch wenn es nur um 200 Meter Landesstraße geht, auf der es erst vor kurzem wegen des schlechten Zustandes zu einem Unfall mit einem Mopedfahrer kam, will sich der Landesbetrieb Straßenwesen nicht bewegen. Denn die Landesstraßen sind in drei Netze unterteilt. Ein rotes Netz für sehr wichtige Straßen, ein blauen Netz für mittelmäßig wichtige Straßen und ein grünes Netz für Straßen, die man vernachlässigen kann und am liebsten nicht mehr unterhalten möchte oder sogar den Landkreisen und Kommunen übertragen will.

Marcel Elverich vom Büro des Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht war Gast der letzten Gemeindevertretersitzung im Dezember 2015. Er hatte keine guten Botschaften im Gepäck: Es wird keinen Ausbau der 200 Meter langen Strecke auf kurze Sicht geben. Und das vor dem Hintergrund, dass der Landkreis in seinen Planungen beabsichtigt die Ortsdurchfahrt Groß Gottschow 2017 zu sanieren. Nach dem jetzigen Stand der Dinge dann aber angebunden an eine alte, marode und kaum noch nutzbare Kopfsteinpflasterstraße, die den modernen Anforderungen und Lasten nicht mehr gerecht wird. „Holger Rupprecht wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass diese Straße als Gefahrenquelle angesehen und der Zustand beseitigt wird. Wann dies passiert, ist aber völlig offen, weil es sich eben um ein Teilstück im grünen Netz handelt“, so Elverich. Gemeinsam mit dem Landkreis und mit Unterstützung des Landtagsabgeordneten will sich die Kommune nun dafür einsetzen, dass das 200 Meter lange Teilstück der Landesstraße, das auch als Firmenzufahrt für den Landwirtschaftsdienstleister Osters & Voss dient, spätestens im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt durch den Landkreis ebenfalls instand gesetzt wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen