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Wittenberge überarbeitet Prioritätenliste : Laaslicher Straße: Bürger wollen Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Unbefestigte Piste steht auf Platz 2 der städtischen Prioritätenliste. Kommune überarbeitet diese derzeit.

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Gut 180 Kilometer unbefestigte Wege und Straßen gehören der Stadt. Knapp 50 Kilometer davon sind wirkliche Gemeindestraßen, also keine Feld- und Waldwege. 2007 stellten die Stadtverordneten eine Liste auf, in welcher Reihenfolge die unbefestigten Pisten eine Schwarz- bzw. Pflasterdecke erhalten sollten. Seit zwei Jahren gilt eine neue, aktualisierte Prioritätenliste. „Und auf ihrer Grundlage wollen wir auch, dass die Politik zu ihrem Versprechen steht und unsere Straße macht“, sagt Hans-Jürgen Liebner. Er spricht von der Laaslicher Straße, in der er wohnt.

Die Laaslicher steht auf Platz zwei der aktuellen Prioritätenliste, müsste eigentlich schon in Ordnung gebracht sein, wenn die Stadtverordneten sich an ihr ursprüngliches Vorhaben gehalten hätten und seit 2007 pro Jahr eine Straße oder einen Weg ohne feste Decke in Ordnung gebracht hätten. Aber die Stadt hat wenig Geld. Und das wenige, das sie hat, fließt vorrangig in die Stadtumbaugebiete, wo es für Straßenausbau, wie beispielsweise jetzt für die Johannes-Runge-Straße, Fördergeld gibt. Nach zwei Jahren ohne Straßenbefestigung, sollte 2013 die Fröbelstraße saniert werden. Sie steht auf Platz 1 der 2011 beschlossenen Prioritätenliste. In diesem Jahr wird sie wirklich ausgebaut. Die Sichtung der Firmenangebote erfolgt in dieser Woche.

Am Dienstagabend tagte im Rathaus der Bau- und Wirtschaftsausschuss der Stadtverordnetenversammlung (der „Prignitzer“ berichtete). Hans-Jürgen Liebner und ein Ehepaar, das in der Laaslicher Straße wohnt, sprachen im Ausschuss vor. Sie hätten gehört, so sagten sie, dass die Prioritätenliste zu den unbefestigten Straßen verändert werden soll. „Und nun befürchten wir, dass die Laaslicher Straße wieder nicht an der Reihe ist.“ Eine für sie gute Nachricht konnten sie aus dem Ausschuss nicht mit nach Hause nehmen. Denn Bauamtsleiter Martin Hahn bestätigte: „Die Prioritätenliste wird überarbeitet. Es ist natürlich, dass das in regelmäßigen Abständen geschieht. Wir müssen doch überprüfen, ob und wie sich Zustände in einzelnen Straßen verändert haben und entsprechend reagieren.“ Die Bürger aus der Laaslicher Straße drängten auf eine Antwort. Wird ihre Straße, deren Zustand sich von Jahr zu Jahr verschlechtert, als nächste in Ordnung gebracht? Hahn dazu: „Ob die Platzierungen erhalten bleiben, wie sie sind, kann ich nicht sagen.“

Zu bedenken sei auf jeden Fall auch, was die knappen Kassen der Stadt hergeben. Dass nicht nur Bürger aus Straßen auf der Prioritätenliste mit den Zuständen vor ihrer Haustür unzufrieden sind, auf Verbesserungen, möglichst auf eine feste Straßendecke dringen, zeigte die jüngste Stadtverordnetenversammlung. Bürger aus dem Sauerstückenweg forderten Veränderungen.


 

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