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Der Prignitzer

16. Januar 2018 | 12:58 Uhr

Kurzweiliger Spaß in Gadow

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Oberförsterei lud zur traditionellen inoffiziellen Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaum-Weitwurf

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 00:35 Uhr

„Die Idee ist ganz toll. Wir sind das erste Mal hier, Freunde haben uns mitgenommen, die schon viele Jahre hierher gehen. Wir hatten unseren Spaß. Unseren Weihnachtsbaum haben wir auch schon gleich gekauft“, war Katrin Nix an Karstädt angetan. Und sie hatte am Sonnabend in der Oberförsterei Gadow, die zur traditionellen wie inoffiziellen Weihnachtsbaum-Weitwurf-Weltmeisterschaft in adventlichem Rahmen einlud, wirklich ihren Spaß. Das erste Mal nahm sie so denn auch am sportlichen Highlight teil. Mit jedem Wurf verbesserte sie sich und freute sich am Ende über 6,80 Meter, die ihr den zweiten Rang einbrachten.

Das hatte sie auch Frank Pubanz zu verdanken. Der „Profi“, der am Sonnabend zum vierten Mal gewonnen hatte und bereits zum fünften Mal teilnahm, gab Tipps wie: „Aus dem Stand ist es für euch Frauen besser. Es ist glatt.“ Der 41-jährige Neu Premsliner brachte es diesmal auf 11,30 Meter und ließ seine Konkurrenten um Längen hinter sich. Für ihn ist dieses Vergnügen in Gadow schon ein „Pflichttermin“. „Ich verbinde das immer mit einem Familienbesuch“, so Frank Pubanz, der mittlerweile mit seiner Familie in Potsdam lebt und am Sonnabend die ganze Familie und Freunde im Schlepptau hatte.

Doch der ganze Vormittag begann schleppend. Um 10 Uhr hatte die Oberförsterei ihre Pforten geöffnet, erst am frühen Mittag füllte sich das Gelände. Aber längst nicht so wie früher. Es war ein kurzweiliger Spaß für die ganze Familie, den Bürosachbearbeiterin Helga Scheer organisiert hatte. Für die Kinder gab es Weihnachtsbasteln mit Waldschullehrer Frank Hagedorn, für warme Getränke, Schmalzstullen und Bratwurst war gesorgt. Der Nikolaus verteilte Süßes an die Kleinen und die Jagdhornbläser aus dem Ort sorgten unter Leitung des ehemaligen Oberförsters Holger Galonska für weihnachtliche Musik. „Zu Gadow gehört das einfach dazu“, sagte Mitglied Margit Hülsebeck. Die Oberförsterei verkaufte zudem noch Weihnachtsbäume wie Blaufichte und gemeine Fichte. „Es sind die letzten aus dem Pflanzgarten. Es ist ja jetzt alles Privatwald“, erklärte der Leiter der Oberförsterei Carsten Sander, der mit der Besucherzahl zufrieden war, aber „es hätten auch ruhig noch mehr sein können“. In Absprache mit seinem Vorgänger, der nebenan auch Weihnachtsbäume verkaufte, hatte man sich auf diesen Termin geeinigt. „Eigentlich machen wir es eine Woche später. Aber bei so vielen Weihnachtsmärkten zur Zeit, wollten wir diesmal früher dabei sein, irgendwann sind es die Leute ja satt“, so Sander. Eines vermissten die Besucher, die seit Jahren dabei sind, aber unisono sehnlichst. „Diesmal gab es noch nicht einmal die Erbsensuppe.“


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