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Falscher Alarm an Jahnschule : Kurioser Polizeieinsatz in Wittenberge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kinder und Lehrer an geöffneten Fenstern. Rufe, ein Megafon ist zu sehen. Dazu Zettel mit "110" an den Scheiben - und ein eingehender Amokalarm! Die Polizei in Wittenberge rückt mit Maschinenpistolen an.

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erstellt am 30.Mär.2017 | 20:45 Uhr

Donnerstag Vormittag gegen 10 Uhr: Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten laufen auf den Hof der Jahnschule. Zuvor sperren die Beamten mit ihrem Wagen die Straße vor der Schule ab.

Ein Wachschutzunternehmen hat wenige Minuten zuvor das elbestädtische Polizeirevier informiert, dass bei ihm eine Amokalarmmeldung aus dieser Grundschule in der Johannes-Runge-Straße auflief.

Wie die Polizeidirektion Nord schildert, sind Beamte der Wasserschutzpolizei der Schule am nächsten, begeben sich sofort dort hin.

An den Fenstern der ersten und zweiten Etage sehen die Polizisten Zettel mit dem Schriftzug „110“. Kinder und Lehrer befinden sich dicht gedrängt an den größtenteils geöffneten Fenstern. Die Beamten vernehmen Rufe. Jemand an einem der oberen Fenster hat ein Megafon in der Hand, ruft etwas. „Die Beamten gehen daraufhin von einem Ernstfall aus“, so die Polizeidirektion. Es kommt zu dem Einsatz auf dem Schulhof.

Dort klärt sich die Situation zum Glück als harmlos. Die Polizisten erfahren, dass Schüler und Lehrer gerade für die Feierlichkeiten der Jahnschule zu deren 110. Geburtstag proben. Die Polizei kommt zu dem Schluss, der Knopf für die Amokalarmauslösung ist nur versehentlich gedrückt worden.

„Auch wir können uns nur ein versehentliches Auslösen vorstellen“, sagt auf Nachfrage die amtierende Konrektorin Irena Mai. „Aber natürlich haben wir die Situation sehr ernst genommen, haben sofort unsere Proben für das Jubiläum abgebrochen, bis sich das Missverständnis zum Glück aufklärte.“ Wie es zu dem versehentlichen Auslösen gekommen sein könnte, kann sich Mai, die auch im Namen von Rektorin Heike Schulz spricht, nicht vorstellen. Fakt sei, der Amokalarmmelder sei so angebracht, dass ihn Schüler nicht erreichten können. Anfangs sei die Schule sogar davon ausgegangen, dass Passanten, die sich über das Geschehen an der Schule wunderten, eventuell aus Sorge die Polizei verständigt haben könnten.  
 

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