Rambower Künstlerin über die Schulter geschaut : Kunstvolles aus Ton und Farbe

Katja Buhlmann und Lebensgefährte Horst Maaß inmitten einiger der großen Gartenplastiken aus schamottiertem Ton.
Katja Buhlmann und Lebensgefährte Horst Maaß inmitten einiger der großen Gartenplastiken aus schamottiertem Ton.

Katja Buhlmann lud zum Tag der offenen Töpferei ein

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11. März 2014, 08:00 Uhr

Zum Tag der offenen Töpferei luden am Wochenende bundesweit zahlreiche Handwerksbetriebe ein. In Brandenburg gehörte Katja Buhlmann aus Krampfer zu den knapp 30 Künstlern, die Werkstatt und Galerie für das Publikum öffneten. Katja Buhlmann stammt aus einer bekannten Töpferfamilie aus Neu Fahrland. Die Figurengruppe „Grüne Familie“, die drei Jahrzehnte in der Brandenburgstraße in Potsdam stand, machte ihre Eltern Carola und Hans-Joachim Buhlmann weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Gegenwärtig ist die Keramik zur Restaurierung eingelagert.

Katja Buhlmann sammelte nach ihrer Lehre in der thüringischen Töpferstadt Bürgel handwerkliche Erfahrungen im elterlichen Betrieb, bevor sie sich mit einer eigenen Werkstatt selbstständig machte. Besonders bekannt sind ihre großen Gartenplastiken sowie die von ihr weiterentwickelte Fayencemalerei. „Ich wollte eigentlich Malerei studieren, aber daraus wurde zu DDR-Zeiten nichts. Doch konnte ich meine Liebe zur Malerei in die Fayencearbeit einbringen”, erzählt die 60-Jährige. Landschaften, stilisierte Pflanzen und figürliche Elemente, mit zarten Pinselstrichen aufgebracht, lässt die Künstlerin durch ihren einzigartigen Glasur-Stil lebendig werden. Während Katja Buhlmann für die feinen Fayencearbeiten Steinzeugton verwendet, arbeitet sie bei der Modellierung der großen Gartenplastiken mit schamottiertem Ton (Bauton). „Die Schamottekörnchen machen die Plastiken frostsicher“, erklärt die Töpferin.

Katja Buhlmann kam 2007 nach Rambow und richtete auf dem Bauernhof von Horst Maaß eine Töpferwerkstatt mit Atelier und Galerie ein. Ihr Lebensgefährte hatte das Grundstück vor zehn Jahren gekauft - „eigentlich um hier die Pferde unterzubringen“, wie der gebürtige Berliner erzählt. Über die Pferdehaltung lernte er auch Katja Buhlmann kennen. Inzwischen hat der gelernte Stahlbauschlosser, der unter anderem den Drehstuhl mit der Töpferscheibe selbst baute, ebenfalls die Liebe zum Ton entdeckt. „Ich mache die figürlichen Arbeiten, meine erste Arbeit war ein Stier“, erzählt der 70-Jährige. Unter seinen geschickten Händen entstehen nicht nur kleine Figuren für den Setzkasten wie Katze oder Frosch, sondern auch größere Tierfiguren.

Hinaus in alle Welt geht die Buhlmannkeramik aus Rambow vor allem durch den Verkauf auf Töpfermärkten. „Hauptsächlich durch den alljährlichen Weihnachtsmarkt im Gotischen Haus in Spandau, der stets großen Anklang findet“, erzählt Katja Buhlmann. In der Prignitz sind die Töpferin und ihr Lebensgefährte in der Friedrich-Gedike-Oberschule Perleberg aktiv. Im Rahmen des Ganztagsangebots leiten sie hier eine Töpfer-AG an. In Rambow finden jedes Jahr im Herbst Töpferkurse statt. Zusätzliche Informationen unter www. buhlmann-keramik.de


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