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„Offene Ateliers“ : Kunsttour durch die Prignitz

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Erstmals öffneten am Wochenende für das Event „Offene Ateliers“ 31 Künstler ihre Türen und stellten sich und ihr Schaffen vor

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erstellt am 05.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Reinhilde Fischer und Judith Finschow öffnen eine große Papiertüte. Ein genähtes Vogelhäuschen und ein kleines Kissen in Form eines Ostereis kommen zum Vorschein. „Das haben wir eben der Frau Dahlenburg abgekauft“, erzählen sie gutgelaunt. Die beiden Frauen nutzten am Samstag das Kunstevent „Offene Ateliers“, um sich die Dekorationsnäherei von Eveline Dahlenburg in Perleberg anzusehen. Jene gehörte zu einer von 31 prignitzweiten Stationen, die Kunstinteressierte am Wochenende ansteuern konnten.

Während Eveline Dahlenburg und ihr Mann Ulrich Gäste empfingen, ihnen das Nähzimmer zeigten und das Kunsthandwerk näherbrachten, bot sich an anderen Orten in der Prignitz ein ähnliches Bild. In Bad Wilsnack mietete sich der 25-jährige Glasmaler Christian Schultz den Raum der ehemaligen Schlachterei in der Lindenstraße und zeigte seine Werke: dreidimensionale Glaskunstwerke, aber auch bemalte Eier und Kreidezeichnungen. Ein paar Meter weiter wurde musiziert. Die Band „Rosenweg 3“ um die drei Schwestern Heike, Grit und Anke Rosenau spielten und sangen gemeinsam mit den Künstlerinnen Simone Ahrend, Dr. Hilde Leiser-Kilian und Lea Rosenau, die selbstverständlich ebenfalls einige ihrer Werke präsentierten.

In Rühstädt hatte die Ausstellung „Die Natur als Künstlerin“ des Malerehepaares Isolde und Ulrich Gorsboth geöffnet. Zu sehen gab und gibt es noch bis zum 30. September Aquarelle, die teilweise Eindrücke des Elbhochwassers 2013 im Raum Rühstädt zeigen, sowie Papierschöpf-Arbeiten.

Äußerst aktiv unterwegs war zum Beispiel die Familie Bernhard aus Bad Wilsnack. Am Sonnabend fuhr sie den Raum Karstädt ab. „Ansonsten kommen wir ja nicht dazu“, so Liane Bernhard. Über das Dorfmuseum in Blüthen, in dem sie sich die Prignitzer Kunsthandwerker ansahen, führte sie ihr Weg nach Dallmin zu Marlies Beyer. „Hier kann unsere Tochter Josephine einmal das Filzen ausprobieren“, erzählt die stolze Mutti, die sich auf ihrer Rundtour Anregungen erhofft, da sie selbst sehr kreativ ist. „Ich finde es gut, dass es mal wieder etwas Neues gibt“, so Liane Bernhard. Gestern wollte sie mit ihrer Familie die Angebote in der Umgebung von Bad Wilsnack erkunden.

„Das ist eine gute Sache. Ich denke, so ein Event kann man richtig groß machen“, meint Marlies Beyer. Es ist das erste Mal, dass die Prignitz überhaupt an diesem Kunstevent, das es seit 15 Jahren in Brandenburg gibt, teilnahm. Man müsse sehen, wie es anläuft, es brauche aber auch etwas Geduld. Und mit den Erfahrungen könne man in Zukunft sicher noch einiges werbemäßig und organisatorisch besser machen.



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