zur Navigation springen

Schloss Wolfshagen : Kulinarischen Lesungen: Von Feigenblatt bis Minirock

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Reihe der kulinarischen Lesungen im Hotel-Restaurant Schloss Wolfshagen geht Mitte September weiter

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 22:35 Uhr

Die im November vorigen Jahres aufgelegte erste kulinarische Lesung im Hotel-Restaurant am Schloss Wolfshagen traf offenbar den Nerv vieler Menschen. Die Nachfrage nach Plätzen, so Restaurantbetreiber Holger Schmidt, sei so groß gewesen, dass er damals leider auch Interessierten hatte absagen müssen. Es wurde sofort nach einer Wiederholung gefragt.

Diese Wiederholungen gibt es dieses Jahr gleich in mehrfacher Ausführung. Pro Quartal war zunächst eine kulinarische Lesung geplant – insgesamt werden es nun 2014 drei Genussabende sein. Den Auftakt gab es am 28. Februar mit Gerhart Hauptmanns Novelle „Fasching“, dargeboten von Ulrich Teschner. Am 13. September ist zur nächsten kulinarischen Lesung wieder Knubbelkrud alias Renate Groenewegen-Rauter im Spiel. Sie hatte seinerzeit gemeinsam mit Ulrich Teschner und der Novelle „Der Schuss im Park“ den Auftakt gestaltet.

Zur dritten Auflage der Veranstaltungsreihe liest Knubbelkrud aus Werken populärer und weniger bekannter Autoren Texte von Boulevardliteratur bis Klassik zum Thema „Mode“. „Wenn man erst einmal in die Materie eingetaucht ist, dann findet man wahnsinnig viel über Mode im Allgemeinen, über Modediktate, Vorbehalte oder wie Menschen einfach in bestimmter Mode aussehen“, sagt Renate Groenewegen-Rauter. Das zeitliche Spektrum werde sich vom Feigenblatt und dem ersten Fell bis in die Gegenwart erstrecken. „Es ist schon erstaunlich, wer sich so alles mit Mode befasst hat“, fügt sie hinzu.

Besucher der Veranstaltung werden unter anderem erfahren, wie die Farbe Lila die Welt revolutionierte, wie bestimmte Kleidungsteile aus der Zeit des Rokoko funktionierten und aus welchem Material sie bestanden. Auch vor mittelalterlichen Gesetzestexten, die mit der Bekleidung der Menschen zu tun hatten, macht die Erzählerin und Autorin nicht halt. Aber auch für Amüsantes, beispielsweise von Ringelnatz oder Kästner, wird Raum bleiben.

Die Veranstaltung finde dieses Mal nicht am Freitag-, sondern an einem Samstagabend statt, auf vielfachen Wunsch der Gäste, sagt Holger Schmidt. Die Lesung sei in vier Abschnitte geteilt, dazwischen gebe es ein Drei-Gang-Menü. „Eigentlich müssten wir ja da etwas kredenzen, was aus der Mode gekommen ist … aber, im Ernst: Das Menü wird bodenständig sein und wohlschmeckend, wie immer“, meint der Hotelbetreiber, will aber noch nicht zu viel verraten. Über eine vierte kulinarische Lesung denkt er bereits nach. Sie soll nach Möglichkeit zum Jahresende stattfinden. An der Idee wird unterdessen noch gefeilt.


 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen