Kuhbier macht die Ortsdurchfahrt diesmal am Nachmittag dicht

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27. November 2012, 10:18 Uhr

Kuhbier | Am 29. November machen die Kuhbierer zum dritten Mal in diesem Herbst die Bundesstraße 189 in ihrem Ort dicht. Denn noch immer wissen sie nicht, ob und wann nun endlich mit dem Bau der Umgehungsstraße begonnen wird, um die sie seit rund 20 Jahren kämpfen. Noch im November soll über eine Vergabe der Bauleistungen für die Ortsumgehung entschieden werden, hatte das Bundesverkehrsministerium der Prignitzer SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler auf deren Anfrage in der vergangenen Woche mitgeteilt. Zugleich kündigte Ziegler an, mit Ablauf des Monats November eine weitere Anfrage zur Vergabeentscheidung zu stellen, um Klarheit zu bekommen. Mehrfach war ministeriell bereits eine Entscheidung angekündigt, die dann aber immer wieder verschoben wurde.

Die Kuhbierer wollen endlich Klarheit, und deshalb gehen sie wieder auf die Straße. Diesmal allerdings nicht am Morgen, sondern nachmittags zwischen 16 und 17 Uhr. "Um diese Zeit sind viele auf dem Heimweg von der Arbeit, ist auch mehr Schwerlastverkehr unterwegs", sagt Ortsvorsteher Kurt Essel. Deshalb hofft er auch auf eine noch größere Resonanz, wenn wieder für 15 Minuten der Verkehr auf dieser viel befahrenen Straße gestoppt wird. Für eine längere Blockade gebe es keine Genehmigung, erklärt der Ortsvorsteher.

Eingeladen sind am Donnerstag wieder nicht nur die Kuhbierer, sondern alle Prignitzer, die die Aktion unterstützen möchten. Zudem hat der Ortsbeirat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), seinen Staatssekretär Jan Mücke (FDP), der schon zweimal nach Kuhbier kam, eine Antwort zum konkreten Baustart aber noch immer schuldig ist, sowie Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) eingeladen. Bis gestern habe es aber kein Reaktion der drei Herren gegeben, beklagt Essel. "Ich finde es einfach respektlos, wie man mit uns umgeht", macht er seinem Ärger Luft.

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