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Wittenberge : Kühlschrank setzt Küche in Brand

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mieter rettet sich selbst / 25 Feuerwehrleute im Einsatz / 40 000 Euro Schaden in der Rudi-Breitscheid-Straße

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erstellt am 11.Jan.2015 | 09:00 Uhr

Aus einem Fenster in der Rudi-Breitscheid-Straße 6 quillt dichter Rauch. Ein Wohnungsbrand. 25 Kameraden der Wittenberger Feuerwehr rücken mit fünf Fahrzeugen, darunter die Drehleiter zum Löschen aus. Das Feuer in der Wohnung im ersten Obergeschoss ist augenscheinlich in der Küche ausgebrochen. Die Wohnung ist dich verräuchert, als die Kameraden eintreffen. Drei Trupps mit Atemschutzgerät durchsuchen die Räumlichkeiten. Besteht die große Sorgen, ein Mieter könne sich noch in der Wohnung befinden. Zum Glück ist das nicht der Fall. Der 32-jährige Mieter hatte sich selbst retten können. Er befand sich gestern nach Recherchen des „Prignitzers“ kurzzeitig im Krankenhaus. Vier andere Mieter aus dem Mehrfamilienhaus bringen die Feuerwehrleute in Sicherheit. Ursache des Brandes ist vermutlich ein technischer Defekt. Wie es heißt, soll es eine Art Explosion am Kühlschrank gegeben haben.

Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, und die darunter liegende sind nach Angaben des Hausverwalters erst einmal nicht bewohnbar. Der Mieter der Unterwohnung ist nach seinen Angaben woanders untergekommen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf zirka 40  000 Euro.

Die Kameraden der Feuerwehr waren gestern nicht nur über ihre Pieper, sondern auch per Sirene zum Einsatz gerufen worden. Dieser weithin gut hörbare Alarm kurz nach 8 Uhr und dann noch einmal kurz vor 9 Uhr schürte bei einigen Wittenbergern allerdings die Angst, „es könnte etwas Schreckliches passiert sein“, wie eine Wittenbergerin es formulierte, die in der Redaktion anrief, um zu erfahren, was lost ist. Nicht nur beim „Prignitzer“, sondern auch bei der Polizei, beim Ordnungsamt und auch in der Feuerwache in der Weisener Straße meldeten sich besorgte Bürger.

Kamerad Steven Reppert, der gestern den Einsatz leitete, erklärt auf Redaktionsnachfrage, weshalb die Sirenen heulten. Er sagt, wenn Menschenleben in Gefahr seien, würden diese jetzt zusätzlich ausgelöst, um den Ernst des Einsatzes für die Kameraden zu unterstreichen. Bei einem Wohnungsbrand in einer geschlossenen Häuserzeile bestehe immer eine solche Gefahr.

So war beispielsweise auch im September mit Sirenen ein Alarm ausgelöst worden, als in der Sandfurttrift in der Häuserzeile an einem Einfamilienhaus bei Dacharbeiten ein Feuer ausgebrochen war (der „Prignitzer“ berichtete).

 

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