Curatec wird umstrukturiert : Küche bleibt nicht kalt

Lenkt die Geschicke des Unternehmens seit Anfang 2014: Vorstandsvorsitzender Stefan Eschmann.
Lenkt die Geschicke des Unternehmens seit Anfang 2014: Vorstandsvorsitzender Stefan Eschmann.

KMG-Servicegesellschaft Curatec wird umstrukturiert / Mittagsversorgung an externen Dienstleister vergeben

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07. November 2014, 12:00 Uhr

Auch wenn in der Curatec, einer Servicegesellschaft der KMG Kliniken, in ihren insgesamt fünf großen Küchen künftig nicht mehr eigenhändig das Mittagessen zubereitet wird: Die Küche in den Akutkrankenhäusern, Reha-Kliniken und Seniorenzentren des Bad Wilsnacker Gesundheitskonzerns wird nicht kalt bleiben, wie man so schön sagt.

Das neue Management des Gesundheitsunternehmens unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Stefan Eschmann ist dabei, die Versorgung mit warmen Mahlzeiten neu zu organisieren bzw. an die moderne Entwicklung anzupassen. Und die heißt „high convinience“ – frei übersetzt: bequemes Essen in hoher Qualität. Die Mittagsmahlzeiten sollen künftig vorgegart angeliefert, vor Ort erwärmt, portioniert und ausgegeben werden. Personell will man diesen Schritt sozialverträglich und weitgehend ohne betriebsbedingte Kündigungen vollziehen, wie Stefan Eschmann gestern in einem Pressegespräch versicherte. Gut 200 Mitarbeiter sind derzeit an den insgesamt 19 Standorten der KMG in den fünf östlichen Bundesländern mit der Essensversorgung beschäftigt.

Die Kochküchen befinden sich in Bad Wilsnack, Pritzwalk, Güstrow, Plau am See und Sülzhayn (Thüringen). Mit dem Wachstum des Unternehmens wird die Versorgung der Patienten und der Bewohner in den Senioreneinrichtungen zu einer zunehmenden logistischen Herausforderung. Momentan lägen die KMG-Häuser bei insgesamt rund 700 000 so genannten Beköstigungstagen im Jahr, verdeutlicht Stefan Eschmann. Ein Beköstigungstag ist einem Patienten gleichzusetzen, der drei Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt. Die KMG erhofft sich mit der Veränderung eine durchgängig hohe, stabile Qualität und Vielfalt in der Versorgung, will sich zudem unabhängiger von möglichen personellen Engpässen in den Küchen machen. Gute Köche und Azubis für diese Fachrichtung zu finden, sei bereits heute ein Problem, wie Stefan Eschmann feststellt.

Frühstück und Abendessen sollen auch künftig in den vorhandenen Küchen zubereitet werden. „Wir arbeiten diesbezüglich weiterhin mit unseren regionalen Lieferanten zusammen“, sagt der KMG-Chef.

Parallel zur Vergabe der Essensversorgung – der Auftrag ging an das bundesweit agierende Unternehmen Klüh Service Management aus Düsseldorf – ist auch die Unterhaltsreinigung für die KMG-Häuser ausgeschrieben worden. Diese Dienstleistung wird jedoch weiterhin im eigenen Konzern bleiben, wie der Marktvergleich anhand der Ausschreibung ergab. Mit der Umstrukturierung der Curatec geht übrigens auch eine Umbenennung einher: Der KMG-Dienstleister heißt künftig C & C Service GmbH.

Die KMG Kliniken zählen nach eigenen Angaben zu den erfolgreichsten Gesundheitskonzernen in den neuen Bundesländern. Das 1991 gegründete Unternehmen entwickelte sich seitdem dynamisch zu einem vielseitigen Dienstleister rund um die Gesundheit. Der jährliche Gesamtumsatz stieg seit 1991 von drei Millionen Euro auf 222 Millionen Euro im Jahr 2013. Über 300 Millionen Euro investierte das Unternehmen bis Ende 2013 in Neubau und Modernisierung von Kliniken. Die Zahl der Mitarbeiter ist mit und 3500 heute 25 Mal so hoch wie zu Beginn.

Stefan Eschmann übernahm den Vorstandsvorsitz von Unternehmensgründer Dr. Wolfgang Neubert zu Beginn dieses Jahres. Neubert fungiert als Aufsichtsratsvorsitzender.


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