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Der Prignitzer

20. November 2017 | 14:55 Uhr

Rund um den Apfel : Kuchen oder Saftpresse?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

4. Apfelmarkt in Wittenberge zeigt vielfältige Verwendungen für heimisches Obst auf.

von
erstellt am 17.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Die Kartons mit dem frischen Saft sind noch ganz warm. „Wir erhitzen den Most auf rund 80 Grad, dadurch wird er bis zu einem Jahr haltbar“, erklärt Almut Joswig, die gemeinsam mit Andreas Wolf und ihrer mobilen Mosterei gestern zum ersten Mal auf dem Wittenberger Apfelmarkt zu Gast war. Hellgelb und naturtrüb schießt der begehrte Saft schon in den nächsten Beutel. „Das ist toll, rund 60 Kilo Äpfel habe ich mitgebracht, daraus sind 45 Liter Saft geworden“ sagt Gisela Schiwon aus Perleberg begeistert.

Der Wittenberger Apfelmarkt ist in seiner vierten Auflage mit der Mosterei um eine Attraktion reicher. Aber auch das Interesse an den etablierten Angeboten ist ungebrochen. Die Sortenschau, bei der die Mitarbeiter des Biosphärenreservats einen Einblick in die Vielfalt des Apfelgeschmacks geben, ist permanent dicht umringt. „Das ist sagenhaft, was die Organisatoren hier Zusammenstellen“, resümieren Hubert und Hanna Richwien aus Quitzöbel, beide begeisterte Obstgärtner.

Doch kann man hier nicht nur schauen und kosten, sondern auch dafür sorgen, dass die Artenvielfalt erhalten bleibt, denn wie in den Vorjahren nehmen die Organisatoren Bestellungen für junge Bäume entgegen. „Erfahrungsgemäß bestellen die Leute um die 400 Pflanzen, die wir dann in der Verwaltung ausgeben“, so Torsten Hennig.

Höhepunkt ist wie immer der Apfelkuchen-Backwettbewerb. Zehn Teilnehmer haben ihre Kreationen der Jury zum Verkosten bereitgestellt, darunter Apfeltaschen, die Kinder aus dem Jugendclub Würfel gebacken hatten und Apfel-Kürbis-Kuchen von Gedike-Oberschülern aus Perleberg. Das Rennen machte schließlich Andreas Madauß, Fachberater vom Landesverband der Gartenfreunde und passionierter Hobbybäcker. Sein Apfel-Quark-Kuchen überzeugte. „Ich bin überrascht und freue mich, dass es beim dritten Anlauf mit dem Sieg geklappt hat.“ Sein Rezept hatte Madauß nicht im Kopf, versprach aber, es nachzuliefern.

Was vom vierten Apfelmarkt bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich hier eine tolle Veranstaltung entwickelt hat, die die Prignitzer immer besser annehmen.

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