Premsliner waren tolle Gastgeber : Kreiserntefest und Dorfjubiläum

Bei der Konstellation muss es einem um Premslin nicht Bange sein.
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Bei der Konstellation muss es einem um Premslin nicht Bange sein.

Premsliner waren tolle Gastgeber / Umzug ein Augenschmaus / Kultur, ein Stelldichein von Stars und Sternchen aus der Region

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24. August 2015, 08:00 Uhr

Verbrieft und besiegelt von den Rittern von Karstedt ist das kleine Dorf an der B 5 in diesem Jahr 700 Jahre alt. Doch gemessen an den heutigen Bewohnern ist es ein junges Dorf. „Entgegen vieler Orte haben wir ausgesprochen viel Jugend. Und darauf, wie auch auf unsere freiwilligen Feuerwehr mit ihrem Förderverein oder unseren Posaunenchor, der es allerdings schon auf 111 Jahre bringt, sind wir mächtig stolz.“ Andreas Puhle, seines Zeichens Vorstandsmitglied im Heimat- und Kulturverein „Arche Noah“ Premslin, weiß wovon er spricht. Zum einen ist er selbst Mitglied bei den Posaunisten und zum anderen weiß er zahlreiche Jugendliche mit an der Seite, als es ums Vorbereiten des Dorfjubiläums ging, das man übrigens gemeinsam mit dem Verein der Freunde und Förderer der FFw Premslin/Glövzin stemmt. „Und das wir, auch darauf sind wir stolz, mit dem Kreiserntefest begehen.“ Denn damit habe man natürlich auch finanziell andere Möglichkeiten, fügt er schmunzelnd an.

Seit einem Jahr wurde organisiert und koordiniert, denn es sollte ein Fest werden, das lange in Erinnerung bleibt. Und das wird es, wie Besucher und Einheimische gleichermaßen bescheinigen. Gut, nun mag man sagen, die Premsliner haben Erfahrung, waren sie doch bereits 2003 gemeinsam mit Glövzin Ausrichter des Brandenburger Dorf- und 10. Kreiserntefestes. Dieses Mal aber galt es auf engstem Raum ein super Event zu organisieren, denn die Gastgeberrolle fiel allein Premslin zu. Gekonnt meisterten Festkomitee und viele Helfer die Herausforderung, Ruinen verschwanden hinter Strohburgen, eine Straße wurde zur Bühne, zum Marktplatz, zum Spielplatz für den Nachwuchs, zu einem Ort für ein großes Straßenfest. Das kleine Dorf wuchs im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus – betrachtet man allein das riesige Karussell, was man hier bestimmt nicht erwartete, oder die beeindruckende Show aus Musik und Lichtern rund um die und in der Kirche am Freitagabend. Musik der Generationen war das faszinierende Spiel überschrieben und es hielt, was es versprach. 82 Jahre ist Heinrich Paternoga. Er spielt die Tuba. Zehn Jahre zählen man gerade Vivien und Matthes und beide spielen erst seit Juni Trompete – gemeinsam ließen sie die Vogelhochzeit erklingen. Ein Spiel, das in dieser Besetzung und dem Ambiente schon etwas unter die Haut ging. Gänsehautfeeling pur nochmal, als am späten Abend Swing Side, Blecheinander und der Premsliner Posaunenchor zu einem großen Orchester verschmolzen und in der Kirche der Strauß Walzer getanzt wurde.

Tags darauf fand dieses Event seine Fortsetzung und einen seiner Höhepunkte, als ein Tross von an die 40 Erntewagen sich seinen Weg bahnte entlang der hunderten von Schaulustigen an den Straßen. Die Fotoapparate waren im Dauerklick, jeder wollte festhalten, was sich dem Auge bot.

Es war Geschichte, die vorbei rollte, erzählt von vielen, denn auch die Nachbargemeinden ließen es sich nicht nehmen, ihren Part beizusteuern. Da rollte das Klassenzimmer der Schönfelder vor, die einst ihre Kinder zur Schule nach Premslin schickten. Die Blüthener entboten einen blumigen, bienenfleißigen Gruß, Karstädt rückte mit alter und moderne Landwirtschaftstechnik an und … Wie gesagt, fast 40 Wagen waren unterwegs, dazu noch ein standesgemäß ausstaffiertes Fußvolk. Es regnete Bonbons, aber auch Nass aus der imitierten Feuerwehrspritze. Bunte Eier, Quitzower Kartoffel samt passendem Rapsöl aus der Schaumühle wurden verteilt. Erntekronen, eine schöner als die andere, zogen vorbei und … Nach diesem fulminanten Auftakt ging es turbulent weiter. Für den Nachwuchs gab es jede Menge Angebote, für die Erwachsenen nicht minder auf der Bühne. Am Abend dann reichte die Tanzfläche nicht aus, so groß war der Andrang. Schätzungsweise 700 bewegten sich hier zu den heißen Rhythmen der Liveband. Für die Brüller des Tages sorgte hingegen das Nebeliner Männerballett und für einen Traum aus tausenden Sternen am Premsliner Nachthimmel das Feuerwerk. „Das Kommen hat sich in jeder Hinsicht gelohnt“, bringen es Sina Dewart und Torsten Starr auf den Punkt. Das unterschreiben sicher viele. 

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