Zwischen Wittenberge und Weisen : Kreisel soll saniert werden

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Zwischen Wittenberge und Weisen soll eine Mittelspur verlegt werden. Baustart im Frühjahr 2019

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05. Juni 2018, 21:00 Uhr

Der Kreisverkehr zwischen Wittenberge und Weisen an der L11 soll im kommenden Frühjahr saniert werden. „Geplant ist, eine 3,50 Meter breite Mittelspur aus Asphalt über den Kreisel zu verlegen“, erklärt Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung beim Landesbetrieb Straßenwesen.

Die Mittelspur soll es Schwerlasttransportern ermöglichen, aus Richtung der B189 kommend das Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Wittenberge besser erreichen zu können. Bisher wurden für die Dauer des Transports Metallplatten über den Kreisel gelegt. Schmidt fügt an, dass die Mittelspur durch Warnbaken oder Ähnlichem für den Normalverkehr gesperrt werden soll. Die großen Feldsteine, die sich innerhalb des Kreisels befinden, sollen zum Betriebshof nach Weisen gebracht werden. „Bei dem Baum in der Mitte müssen wir sehen, ob wir ihn generell erhalten können oder einen neuen pflanzen.“

Doch die Sanierung wird nicht nur wegen der neuen Mittelspur vorgenommen. „Wir hätten den Kreisverkehr sowieso erneuern müssen. Die Fahrbahn ist nach etwa zwölf Jahren in einem schlechten Zustand, weil dort andere Schub- und Scherkräfte wirken als auf einer geraden Strecke“, so Frank Schmidt. Erneuert werden auch die Seitenborde. Sperrungen könne Frank Schmidt während der Bauphase nicht ausschließen. „Aber wir haben dann ja die neue Ortsumgehung bei Breese, die in diesem Oktober fertig werden soll. Darüber kann der Verkehr dann rollen. Schmidt schätzt, dass die Bauarbeiten am Kreisel etwa drei Monate dauern werden. Zu den Kosten wollte er keine Angaben machen.

Nadine Fuhrhop von der Unternehmenskommunikation der Deutschen Bahn für Brandenburg verweist auf den positiven Effekt für das hiesige Bahnwerk, dass sich durch den Umbau neue Märkte erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit bei EU-Ausschreibungen für Straßen- und U-Bahnen und andere schienengebundene Fahrzeuge des städtischen Nahverkehrs erhöhe. „Diese Fahrzeuge können auf Grund ihrer Spurbreite oder des Antriebssystems, zum Beispiel über Stromschienen, nicht über das Gleisnetz zum Werk gelangen“, so Nadine Fuhrhop, die bestätigt, dass das Werk einen Antrag zum Umbau des Kreisverkehrs an den Landesbetrieb Straßenwesen stellte. Mit der Neugestaltung sei es nicht mehr nötig, den Kreisel kostenintensiv mit Platten zu belegen und einen vorübergehenden Ampelverkehr einzurichten.

Wie die Bahn-Sprecherin erklärt, werden jeden Tag etwa 30 Straßenfahrzeuge be- bzw. entladen. „Diese bringen Neu- und Ersatzteile, die wir für das Fertigungsprofil des Werkes benötigen. Weiterhin werden Großkomponenten, wie Radsätze und Drehgestelle, angeliefert. Diese Großkomponenten werden im Werk aufgearbeitet und dann wieder an den Kunden zurückgeschickt. Derzeit haben wir im Monat etwa drei Zu- und Rückführungen von Straßen und U-Bahnen.“ Des Weiteren sei ein Auftrag für die Aufarbeitung von zwölf Straßenbahnen bis 2020 vorhanden. An weiteren Ausschreibungen für solche Produkte habe sich das Werk in Wittenberge beteiligt.

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