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Eichenprozessionsspinner : Kreis bekämpft Raupen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das zweite Jahr in Folge beginnt am Dienstag eine flächendeckende Aktion gegen den Eichenprozessionsspinner.

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Das zweite Jahr in Folge wird der Landkreis den Eichenprozessionsspinner (EPS) bekämpfen. Die Aktion startet am kommenden Dienstag in der Gemeinde Gumtow, informiert die Pressestelle des Kreises. Voraussetzung dafür sei aber gutes Wetter. Weder dürfe es regnen, noch zu kühl oder zu windig sein. Den aktuellen Stand will der Kreis am morgigen Donnerstag mitteilen.

Die Bekämpfung befallener Flächen erfolgt vom Boden als auch aus der Luft. Verwendet wird wie schon im Vorjahr das Biozid Dipel ES. Dazu habe sich der Landkreis kürzlich mit den vertraglich gebundenen Firmen DHL Heliservice aus Groß Kreutz (Luftbekämpfung) und der Enviro GmbH aus der Altmark (Bekämpfung vom Boden) verständigt.

Im vergangenen Jahr hatte es Abstimmungsschwierigkeiten bei der Luftbekämpfung gegeben. Die beauftragte Firma konnte zeitlich nicht so agieren, wie der Kreis es gefordert hatte, räumte Dr. Sabine Kramer, Leiterin der Arbeitsgruppe EPS im Landkreis, in der Auswertung ein. In diesem Jahr gehe der Kreis von einem reibungslosen Einsatz aus.

Die Bekämpfungsaktion diene dem Schutz des Menschen, erklärt Kramer. Vor zwei Jahren war die Population der Raupen so stark angestiegen, dass Anwohner in betroffenen Gebieten massiv über eine Einschränkung ihrer Lebensqualität klagten, Sport- und Spielplätze teils gesperrt werden mussten. Die Haare der Raupen können Allergien auslösen – vom Ausschlag, über Juckreiz bis hin zu Atembeschwerden.

Der Einsatz erfolge auf Grundlage des Ordnungsbehörden- und des Brandenburgischen Gesundheitsdienstgesetzes. Eine Allgemeinverfügung wurde am 5. April in unserer Tageszeitungen sowie am 9. April im Prignitz/Dosse Express veröffentlicht. „Darin sind auch alle zur Bekämpfung angemeldeten Flächen im Landkreis benannt, ausgenommen Forstflächen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Forstflächen fallen auf Entscheidung der zuständigen Landesbehörden kleiner aus als ursprünglich vorgesehen. Deshalb werde der Landesbetrieb Forst eine eigene Allgemeinverfügung erlassen und die betroffenen Flächen benennen. Das betreffe jedoch nur reine Waldflächen. Siedlungsnahe Waldgebiete seien in der kreislichen Aktion eingebunden.
Der Hubschraubereinsatz soll am 22. April gegen 10 Uhr im Süden des Kreises im Raum Gumtow beginnen und sich weiter über Plattenburg und Bad Wilsnack bis Wittenberge erstrecken. Am gleichen Tag um 8 Uhr soll die Bodenbekämpfung in Wittenberge aufgenommen werden.

Die weitere Vorgehensweise werde jeweils nachmittags für den darauffolgenden Tag festgelegt. Ungünstige Witterungsverhältnisse können jedoch auch kurzfristig Änderungen im Plan bewirken. Alle Einsätze werden durch je einen Mitarbeiter des Kreises und der betroffenen Kommunen begleitet, um zum Beispiel notwendige Absperrungen vorzunehmen und Probleme wegen fehlender Ortskenntnis auszuschließen.



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