Nach Schließung : Kranhaus Wittenberge: Suche nach Konzept

Dieses Blatt im Schaukasten des Restaurants informiert darüber, dass das Kranhaus geschlossen ist.
Dieses Blatt im Schaukasten des Restaurants informiert darüber, dass das Kranhaus geschlossen ist.

Eigentümer wollen nach Schließung neue Akzente setzen. Fragen nach Gründen und Gutscheinen bleiben unbeantwortet

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05. Januar 2016, 21:00 Uhr

Auch nach unserem gestrigen Bericht über die Schließung des Kranhauses bleiben viele Fragen unbeantwortet. Jedoch hat sich die Geschäftsleitung am späten Montagabend gemeldet und ihre bereits getätigte Aussage bekräftigt, dass es mit dem Kranhaus weiter gehen soll.

Die Gesellschafter der GHF Gesellschaft für Gastronomie, Hotellerie und Freizeit GmbH „haben sich nach 15 Jahren aus unterschiedlichen Gründen dazu entschlossen, das Konzept des Kranhauses neu zu erfinden“, teilen Ralf Deckwerth und Wolfgang Bruger mit.

Ihr Ziel sei es, neue Akzente für das Haus und seine Gäste zu setzen. „Dabei prüfen und bewerten wir viele Konzeptvarianten und Betreibermodelle bis hin zur Verpachtung des Kranhauses an Gastronomen, die die Gäste immer und immer wieder neu begeistern“, sagen sie weiter.

Sobald sie für Wittenberge, ihre treuen Gäste und für das Kranhaus selbst ein „viel versprechendes, interessantes Konzept gefunden haben, werden wir das Haus darauf einstellen“, heißt es in ihrem Schreiben an unsere Redaktion. Sie seien sich der Bedeutung des Hauses für die Stadt und Region bewusst und wollen in Wittenberge wieder „ein toller Mosaikstein im Angebot werden“.

Nähere Details wollen Ralf Deckwerth und Wolfgang Bruger zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kommunizieren. Die Frage unserer Redaktion zu den Gründen der kurzfristigen Schließung unmittelbar vor Silvester trotz bestehender Reservierungen bleibt damit unbeantwortet. Genauso offen ist die von unseren Lesern aufgeworfene Frage, was aus den erworbenen Gutscheinen wird. Auch hierzu äußert sich die Geschäftsführung nicht.

In einer weiteren Mail versichern Ralf Deckwerth und Wolfgang Bruger, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten und bitten um Verständnis, dass sie derzeit keine weiteren Details nennen wollen. Auch das diene dazu, „die bestmögliche Lösung für das Kranhaus und seine Gäste zu finden“.

Der Wittenberger Tourismusbetrieb hat auf die Schließung bereits reagiert und die für März geplante Kranhaustour aus dem Programm der kulinarischen Stadtführungen gestrichen, informiert Simone Albers, zuständig für Marketing und Tourismus. „Wir bedauern die Schließung sehr“, sagt sie.

Der städtische Tourismusführer ist noch nicht gedruckt, so dass die aktuelle Entwicklung redaktionell eingearbeitet wird. „Die Kranhaustour war mit Abstand die beliebteste und meist gebuchte Führung“, sagt Albers. In den vergangenen zwei Jahren wurde sie elf Mal extern gebucht, die Ölmühltour zwei Mal. Für die geplante Märztour wird die Bühnentour angeboten. Als dritte Variante hat die Stadt die Brauhaustour im Angebot. Sobald das Kranhaus neu eröffnen sollte, wolle der Tourismusbetrieb mit dem neuen Betreiber über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit sprechen.

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