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Gesundheitszentrum Wittenberge : Krampfadern ambulant ziehen lassen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Chirurgie im Gesundheitszentrum erweitert Behandlungsspektrum

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Krampfadern oder handchirurgische Eingriffe, Schleimbeutel oder Weichteiltumore: Viele Behandlungen, die oft einen stationären Krankenhausaufenthalt erfordern, lassen sich unter gewissen Voraussetzungen auch ambulant vornehmen. Im Gesundheitszentrum in der Perleberger Straße, betrieben von einem Tochterunternehmen des Prignitzer Kreiskrankenhauses in Perleberg, sind nun die Voraussetzungen für solche Eingriffe geschaffen.

Zum 1. Oktober vergangenen Jahres übernahm Dr. Olaf Schrank die chirurgische Praxis, die zur Unternehmensgruppe des Kreiskrankenhauses gehört. Seit April dieses Jahres können unterschiedliche Eingriffe nun auch in Vollnarkose in einem eigens dafür hergerichteten OP durchgeführt werden. „Wir arbeiten dabei mit zwei erfahrenen Anästhesisten aus Berlin zusammen, die an zwei OP-Tagen im Monat zu uns kommen“, so Dr. Schrank. Die Schützenhilfe aus Berlin sei nötig, so Geschäftsführer Karsten Krüger, weil die Anästhesisten aus dem Krankenhaus nicht ohne weiteres ambulante Leistungen durchführen dürften.

Für die Eingriffe unter Vollnarkose wurde ein Aufwachraum für bis zu vier Patienten dort neu eingerichtet, wo früher das Archiv untergebracht war. Für die Ausstattung mussten neue Liegen und Überwachungsgeräte angeschafft, eine Belüftungsanlage eingebaut werden.

Alles in allem habe man ungefähr 25   000 Euro in die Erweiterung investiert, so Krüger. Seit April haben sich ungefähr 30 Patienten unter Vollnarkose behandeln lassen. Das Angebot stoße auf eine wachsende Nachfrage. Denn wer mobil und gesund sei, äußere häufiger den Wunsch nach einem ambulanten Eingriff, so Dr. Schrank. Profitieren würden besonders Patienten, die größere Angst vor Schmerzen haben und denen eine lokale Betäubung, an der Hand etwa, nicht ausreiche.

Mit der Investition entwickle man sich wieder mehr hin zu dem Konzept einer Poliklinik, der Gesetzgeber habe vor Jahren die Voraussetzungen dafür geschaffen, so Karsten Krüger. Fast 22   000 Patienten sind im vergangenen Jahr im Gesundheitszentrum behandelt oder nachversorgt worden. In der zweiten Jahreshälfte soll zum bisherigen Angebot eine urologische Praxis mit halbem Sitz dazu kommen. Ein Kollege vom Kreiskrankenhaus werde diese führen. „Der Bedarf in Wittenberge und dem Umland ist definitiv da“, so Krüger.

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