zur Navigation springen

Parlament konstituierte sich : Kopf oder Zahl?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Per Münzwurf kam Donnerstag in der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung mit Annett Röhl auch eine Frau in den Hauptausschuss

„Kopf“, sagte Annett Röhl aus Dannhof, hatte das Glück auf ihrer Seite und gelangte damit am Donnerstagabend, schneller als sie es wahrscheinlich selbst dachte, in den Hauptausschuss der Groß Pankower Gemeindevertretung. Bei der Abstimmung über die Kandidaten für dieses Gremium erreichte die junge Dannhoferin zehn Stimmen, ebenso wie Wilhelm Schröder aus Kehrberg. Um den sechsten verfügbaren Platz im Hauptausschuss musste also gelost werden. Die anderen fünf Kandidaten hatten zwischen elf und 14 Stimmen erlangt. Auch für den frisch gebackenen Vorsitzenden des Parlaments, Dr. Ingo Frahm aus Lindenberg, eine Premiere, die er mit Humor nahm: „Manchmal muss eben eine Münze helfen. Die Entscheidung hängt am Geld – da haben wir’s wieder“, sagte er schmunzelnd. Annett Röhl war überhaupt nur auf die Kandidatenliste gekommen, weil Renate Groenewegen-Rauter moniert hatte, dass zunächst ausschließlich Männer für den Hauptausschuss – der einzige Ausschuss, der auch Beschlusskraft hat – vorgeschlagen worden waren. Der Einwand zeigte Wirkung. Nun ist die 33-jährige Wirtschaftsingenieurin Mitglied, neben Dr. Ingo Frahm, Wolfgang Taepke, Norbert Milatz, Reinhard Benn, Rainer Knurbien sowie Bürgermeister Thomas Brandt.

Die Wahl zum Vorsitzenden des Parlaments konnte Dr. Ingo Frahm mit neun zu sechs Stimmen gegen Reinhard Benn für sich entscheiden. Benn fungiert künftig als erster Stellvertreter, Renate Groenewegen-Rauter als zweite Stellvertreterin.

In seinem ersten Beschluss legte das neue Gemeindeparlament eine Änderung der Hauptsatzung fest. Die besagt im Wesentlichen, dass die Zahl der Fachausschüsse von vier auf drei reduziert wird. Da die Vertretung jetzt nur noch 16 statt 24 Mitglieder zählt – bis 25. Mai 2014 galt für die Gemeinde eine Ausnahmeregelung – stelle sich die Besetzung von vier Fachausschüssen sowie des Hauptausschusses als personell schwierig dar. Finanz- und Sozialausschuss sind zu einem Gremium zusammengelegt worden, daneben gibt es weiterhin den Bau- und den Ordnungsausschuss.

Bürgermeister Thomas Brandt geht auch für die neue Legislaturperiode von einer konstruktiven Arbeit aus, wie er im aktuellen „Rathauskieker“ bekundet. Die gewählten Personen seien ein Garant dafür. Zudem sei auch die Fläche der Gemeinde im neuen Parlament gut vertreten: Sieben Kandidaten aus den Orten des Altkreises Perleberg und neun aus denen des Altkreises Pritzwalk seien ein gutes Abbild der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung, so Brandt.

Die Termine für die nächste öffentlichen Ausschusssitzungen stehen bereits fest: 16. Juni Bauausschuss, 18. Juni Ordnungsausschuss (beide 19 Uhr); 19. Juni Finanz- und Sozialausschuss (18 Uhr), jeweils im Rathaus.


zur Startseite

von
erstellt am 06.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen