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Der Prignitzer

23. Oktober 2017 | 19:19 Uhr

Kollektives Schwitzen in Megasauna

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2012 | 07:08 Uhr

Bad Wilsnack | Die schlechte Nachricht zuerst: Der Bau der Premiumsauna in der Bad Wilsnacker Kristalltherme verzögert sich. Seitens des Landes gebe es noch keine positiven Signale in Bezug auf Fördermittel, so Heinz Steinhart, Aufsichtsratsvorsitzender der Kristallbäder AG, diese Woche in einem Gespräch mit dem "Prignitzer". Und nun die guten Nachrichten: In Kürze wird die Kapazität der Salzsauna auf 200 Plätze erweitert. Investitionen sind zudem auf dem an Therme und Karthane-Park angrenzenden Caravanplatz geplant.

Aus der Salzsauna, die derzeit rund 80 Plätze bietet, eine Megasauna zu machen, ist schon länger Teil der Erweiterungspläne und soll der erste Schritt in diesem Projekt sein. Die Baugenehmigung für dieses Einzelvorhaben liege schon seit geraumer Zeit vor, bestätigt Bauamtsleiter Peter Rollenhagen. Laut Heinz Steinhart soll die Megasauna noch vor Weihnachten fertig sein. Betriebsleiterin Nicole Schlegel und ihr Team freuen sich auf das künftig großzügigere Platzangebot. Schließlich werde die Sauna nicht nur für die außerordentlich beliebten Salzaufgüsse genutzt und gelangt bereits da an ihre räumlichen Grenzen, sondern sie sei auch bei Saunafesten und anderen Veranstaltungen eine wichtige und gern genutzte Lokalität innerhalb des Saunadorfes.

In seinen zweiten Winter geht der Caravan- und Campingplatz. Er erfreut sich zunehmender Beliebtheit, wie Nicole Schlegel täglich vor Ort beobachten kann. "Manchmal standen hier schon bis zu 25 Wohnmobile", sagt sie. Heinz Steinhart möchte, dass der Platz "Kristallstandard" bekommt. Neu entstehen sollen hier ein Kinderspielareal und ein Grillplatz, außerdem ein Ort der Begegnung. Überdies soll das Ganze wintertauglicher gemacht werden. "In der zurückliegenden kalten Jahreszeit hatten wir den Platz ja erstmals in Betrieb. Aber es gab aufgrund des Frostes ein paar Probleme mit der Wasserver- und -entsorgung. Die Wohnmobilisten konnten sich aber in der Therme versorgen", verdeutlicht Nicole Schlegel.

Noch fehlen auch Bepflanzungen, die die einzelnen Stellplätze voneinander abgrenzen. Mit der Aufwertung des Caravanplatzes, so Steinhart, wolle man bis zum kommenden Frühling fertig sein. "Das sind Investitionen, die sich mit Sicherheit rentieren werden", ist der Thermen-Chef überzeugt. Für ihn stellt der Caravanplatz einen Mosaikstein in der Wilsnacker Thermenlandschaft dar, den es so an allen anderen Standorten der Kristallbäder AG nicht gebe. "Wir wollen in Bad Wilsnack stets das Besondere haben. An dieser Vision halten wir auch weiterhin fest", sagt Steinhart.

Zu dieser Vision gehört der Premiumbereich, dessen Realisierung allerdings an Fördermitteln hängt. Die sind bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg beantragt. Positive Signale oder gar einen Zuwendungsbescheid gebe es aber derzeit nicht, konstatiert Heinz Steinhart. Das geplante Sauna-Schwesterdorf soll gegen ein gesondertes Eintrittsgeld weitere exklusive Offerten bieten, zudem eine Landschaft aus Fluss, Wasserfällen, Badebecken, Begrünung, eigenem Restaurant und Pferdesauna - Mensch und Tier saunieren dort in zwei Räumen unter einem Dach, getrennt von einer Holzwand mit Glasfenster, das sich aufschieben lässt und so den Blick- und Riech-Kontakt ermöglicht. Eine Million Euro möchte die Kristallbäder AG in dieses Vorhaben investieren.

Möglicherweise ist hierfür ein ähnlich langer Atem nötig, wie bei der Errichtung des Salzsees. Er wurde Anfang Juni vorigen Jahres eingeweiht. Insgesamt flossen rund zwei Millionen Euro in dieses Projekt. Obgleich Heinz Steinhart mit dem Salzsee sehr viel schneller fertig sein wollte, zogen vom Votum der Stadtverordneten, das Voraussetzung war, bis zur tatsächlichen Einweihung gut drei Jahre ins Land. Der See, dessen Salzkonzentration an die des Toten Meeres heranreicht und der somit auch ähnlich positive gesundheitliche Effekte bewirkt, ist inzwischen aus dem Gesamtensemble nicht mehr wegzudenken. "Es kommen sogar Rheuma- und MS-Gruppen mit Reisebussen, um den See zu nutzen", sagt Nicole Schlegel. "Wonnesee" nennt ihn Heinz Steinhart und hofft auf ein ähnlich schönes Happy-End für das Premium-Saunadorf.

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