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Praktikum in Österreich : Koffer packen und ab nach Wien

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Julia Parpart verlässt ihren Ausbildungsplatz im Rathaus / Die Magistratsverwaltung in Wien ist Ziel ihres Auslandspraktikums

von
erstellt am 07.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Statt Elbe vier Wochen Donau, statt Wittenberger Rathaus der Stephansdom: Julia Parpart packt ihre Koffer. Die 20-Jährige lernt in der Stadtverwaltung im zweiten Jahr. Sie möchte Verwaltungsfachangestellte werden. Der Vollständigkeit halber muss man sagen, Julia ist keine Wittenbergerin. Sie ist in Bad Wilsnack zu Hause. Dort lebt sie bei ihren Eltern.

Ab morgen wird das aber erst einmal nicht mehr so sein. Julia Parpart hat sich bei der IHK um ein Auslandspraktikum beworben. „Und es hat geklappt“, sagt die Auszubildende. Sie freut sich sichtlich auf die kommenden Wochen, „die mir jede Menge neue Erfahrungen bringen werden“.

Am Anfang stand der Zufall: Auf der Berufsstartermesse, auf der sie gemeinsam mit ihrer Ausbildungsleiterin Susann Artelt über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Kommune warb, war auch die IHK vertreten. Ein Wort ergab das andere. „Ja, sie habe Interesse an einem Auslandspraktikum“, sagte Julia auf eine entsprechende Frage. „Ich habe mir dann übers Wochenende überlegt: Wohin? Wie lange? Wann?“ Ihre Wahl fiel wegen der Sprache auf Österreich. Italien und Frankreich wären auch möglich gewesen. Aber wie soll man in einer fremden Verwaltung arbeiten, wenn man die Sprache gar nicht beherrscht, begründet Parpart ihre Entscheidung.

Sie wird, das weiß sie schon seit einiger Zeit, bei der Magistratsverwaltung der Stadt Wien eingesetzt und zwar in der Personalverwaltung/Lehrlingsmanagement. „Ich bin sehr gespannt, was im einzelnen auf mich zukommt“, sagt die junge Frau. Sie ist gespannt auf das kleine Abenteuer Ausland, wie sie sagt.

Die IHK unterstützt junge Leute, die auf diese Art und Weise Erfahrungen sammeln wollen. Julia Parpart berichtet, „dass ich eine Förderung von insgesamt 894 Euro erhalte, davon 180 Euro Fahrkosten. Als Eigenanteil muss die Auszubildende knapp 195 Euro beisteuern. Die Stadt zahlt ihr weiterhin die Ausbildungsvergütung.

Morgen Abend geht die Reise los. „Am Sonntag bin ich in Wien. Dort erwartet mich meine Betreuerin. Auch das ist alles geregelt“, erzählt die Auszubildende. Und somit dürfte einem pünktlicheStart ins Praktikum nichts mehr im Wege stehen. „Montag früh um 8 Uhr muss ich in der Magistratsverwaltung sein.“

Das Erlebnis Österreich und Wien wird sich nicht auf die Tätigkeit in einer fremden Verwaltung beschränken. Wenn Julia Parpart auch darauf gespannt ist, wie es anderswo funktioniert. „Ich soll, das weiß ich bereits, beispielsweise mit eingesetzt werden bei der Bearbeitung von Lehrlingspersonalakten, bei Seminarvorbereitungen, bei Lehrlingsaufnahmen. “

Zum Praktikum gehört aber auch, dass Julia etwas von Land und Leuten sieht, Sehenswürdigkeiten besucht. Auf ihrer Wunschliste steht auf jeden Fall das Schloss Schönbrunn. Und bestimmt wird sie auch die Kaffeespezialitäten probieren, für die Österreich bekannt ist.

 

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