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Königsmühle: Hoffen auf neue Förderung ab 2014

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erstellt am 15.Feb.2013 | 06:55 Uhr

Berge | Im März wollen die Mitglieder des Fördervereins der Berger Könisgmühle zu ihrer Jahresversammlung zusammen kommen. So jedenfalls die Auskunft des Vereinsvorsitzenden Professor Wolfgang Vogt. Der Kultursoziologe aus dem benachbarten mecklenburgischen Pampin hatte sich vor gut sieben Jahren dem alten Gemäuer, das 1913 erbaut worden war und in dem noch bis 1990 Getreide gemahlen wurde, angenommen. Er fand Mitstreiter und gründete mit ihnen den Förderverein. Der bewegte über mehrere Jahre hinweg viel in der und für die Königsmühle. Auch mit Hilfe von Fördermitteln konnte die alte Mühle nicht nur völlig entrümpelt werden, sondern erhielt sie beispielsweise wieder ein komplettes Mahlwerk, wurden Dach und Fassade des Hauses saniert und vieles mehr.

Das nächste Vorhaben des Vereins war es, die Mühle vom Keller bis zum Obergeschoss als Museum, Café und für Veranstaltungen wie Konzerte zu nutzen. Doch dafür hätten neben erforderlichen Sanitäranlagen auch entsprechende brandschutztechnische Voraussetzungen geschaffen werden müssen wie ein zweites Treppenhaus als Fluchtweg sowie brandschutzisolierte Decken des Fluchtweges. Fördermittel hätte der Verein gern über das Leader-Programm beantragt. "Doch das scheiterte bislang an den Eigenmitteln, die die Gemeinde als Eigentümer der Mühle aufbringen müsste", erklärt Vogt.

Der Vereinsvorsitzende hofft nun auf neue Fördermöglichkeiten, wenn mit dem Jahresende 2013 die alten EU-Richtlinien auslaufen. Denn die Gemeinde kann angesichts der angespannten Finanzsituation und der damit verbundenen Haushaltskonsolidierung wohl auch in den kommenden Jahren keinen Eigenbeitrag aufbringen.

Dabei stünde die Königsmühle als kulturelles Gemeindezentrum Berge gut zu Gesicht. Gibt es in dem großen Ort doch kein Dorfgemeinschaftshaus, steht für Veranstaltungen derzeit vor allem die Aula im Schulgebäude zur Verfügung. Deshalb wurde in der jüngsten Mitgliederversammlung des Bürgervereins "Leben in Berge" gefragt, was denn nun eigentlich aus der Königsmühle werde, ob man nicht wenigstens die untere Etage nutzen könne ohne aufwändige Brandschutz-Investitionen.

Das werde ja bereits getan mit Veranstaltungen unterschiedlichster Art, entgegnet Vogt. Und diese so genannte kleine Nutzungsvariante soll weiter ausgebaut werden, so lange das Maximal-Konzept nicht umsetzbar sei. Doch von Oktober bis April sei schon angesichts fehlender Heizmöglichkeiten Winterpause.

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