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Werbung für die Prignitz : Königsgrab wird zum Filmstoff

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ruhestätte in Seddin steht im Mittelpunkt eines neuen Werbevideos / Nächste Untersuchungen im Sommer geplant

von
erstellt am 30.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Das Königsgrab Seddin wird zum „Filmstar“: Wie es einer so bedeutsamen Grabanlage gebührt, wurden archäologische Arbeiten und interessante Informationen drumherum in bewegten Bildern festgehalten und zu einem 17-minütigen Film zusammengestellt. Enthalten sind auch die aktuellen Grabungsarbeiten aus dem Sommer 2016 und natürlich die zentralen archäologischen Orte der Prignitz, die unter der Dachmarke „Zeitschätze Prignitz“ auf die lange und reichhaltige Kulturgeschichte der Region aufmerksam machen.

Die Idee für einen solchen Film hatten die Denkmalschutzbehörden des Kreises und des Landes. „Wir fanden dann über die Gemeinde die Möglichkeit, das Ganze auch zu finanzieren“, sagt Halldor Lugowski, Bauamtsleiter der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) und stellvertretender Bürgermeister, im Gespräch mit dem „Prignitzer“. Das Geld kommt aus dem Kreisausgleichsbudget. Einen kleinen Teil steuert zudem der Tourismusverband Prignitz dazu bei.

Eine erste Version des Videos ist bereits seit November vergangenen Jahres fertig. Ergänzend sollen nun jedoch noch die Museen Perleberg und Havelberg in den Film einfließen. Denn sie stehen in engem Zusammenhang mit dem Seddiner Königsgrab – hier sind Funde aus den Grabungen zu sehen, wird Wissenswertes rund um die Geschichte der Seddiner Sehenswürdigkeit präsentiert. Wenn der Film „rund“ ist, will man ihn öffentlich präsentieren – insbesondere den Seddinern, so Halldor Lugowski. Vervielfältigt auf DVDs können ihn dann Hoteliers und Gastronomen für ihre Gäste-Info nutzen. Außerdem natürlich die Museen im Reisegebiet Prignitz und weitere Interessierte, zum Beispiel öffentliche Einrichtungen mit entsprechendem Besucherdurchlauf, die über Bildschirme oder andere Alternativen die Möglichkeit haben, einen solchen Film abzuspielen. Übrigens sind auch im Sommer dieses Jahres wieder Grabungen und Forschungen in Seddin avisiert. Unter Federführung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege soll im Juli/August direkt am Grabhügel gearbeitet werden. Ein weiteres Projekt läuft unter Leitung der Universität Göttingen. Immo Heske war hier bereits 2015 und 2016, jeweils mit Studententeams, unterwegs. In diesem Jahr sind unter seiner Leitung Untersuchungen auf dem Areal der Erdgastrasse sowie im früheren Siedlungsbereich geplant, ist aus dem Groß Pankower Bauamt zu erfahren.

 

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