Königliches A cappella und zur Musik

Ein kirchlicher Konzertauftakt: Die Prinzen a cappella vor  der großen Orgel von St. Jacobi. Doris Ritzka
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Ein kirchlicher Konzertauftakt: Die Prinzen a cappella vor der großen Orgel von St. Jacobi. Doris Ritzka

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23. September 2012, 04:51 Uhr

Perleberg | "So voll war unsere Kirche seit der Wende nicht mehr", gesteht Michael Winter, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates von St. Jacobi. Stolz klingt aus seinen Worten. Das Kompliment gibt er so dann auch gleich weiter an den Organisator des Prinzen-Konzertes, den Förderverein "pro musica" und seine Helfer.

Vor einem Jahr in etwa war es, da der Förderverein sich den Hut aufsetzte, das Angebot der "Prinzen" - im Rahmen ihrer Kirchentour in St. Jacobi ein Konzert zu geben - annahm. Damit traf er ins Schwarze, denn die Karten waren binnen kürzester Zeit vergriffen. "Ich war richtig glücklich, noch eine bekommen zu haben", gesteht Delia Grunenberg. Sie ist fasziniert von den Prinzen, ihrer Musik, von dem Konzert an diesem Abend. "Derartiges könnte es ruhig öfters geben." "Die Prinzen leider aber wohl nicht. Denn die waren nun ja erst hier", fügt Peter Heß, 1. Vorsitzender des Fördervereins, an. Doch auch 2013 wird es wieder zwölf Konzerte geben mit renommierten Künstlern aus dem Inn- und Ausland und aus der Region. So werden die Schwarzmeerkosaken zu erleben sein und das Weihnachtsoratorium.

Die "Prinzen" allerdings waren schon etwas ganz Besonderes. Da bebte die Perleberger Kirche unter dem Jubel und Applaus, dem Stampfen und Mitsingen. Und wer mit dickem Mantel und Decke in das Gotteshaus kam, dem lief der Schweiß. Denn die Sänger Tobias Künzel, Sebastian Krumbiegel, Wolfgang Lenk, Henri Schmidt, alle ehemals Thomaner, und Jens Sembdner, der einst im Dresdner Kreuzchor sang, verstehen ihr Handwerk überaus meisterlich.

Die Harmonie von Text und Rhythmus - Letzteres a cappella ebenso wie mit instrumentaler Begleitung - ließen Jung und Alt gleichermaßen für gut zwei Stunden am Stück das alltägliches Drumherum vergessen. "Man ist wieder jung", sagt ein etwas betagterer Herr. "Sie nehmen singend aufs Korn, was uns kleine Leute nicht schmeckt, bzw. den ganz normalen alltäglichen Warnsinn." Auch Fabian und Franziska hält es kaum auf der Bank. Mit ihren Eltern sind sie hier. "In der Schule haben wir Texte der Prinzen auch schon gesungen", erzählt Fabian, und Franziska fügt an, "wir haben zuhause so gar eine CD".

Bekannte Hits und die neuen, moderner Pop und Kirchenlieder - es ist dieser Mix, der auch die über 850 Besucher fesselt und mitreißt. Und als die Geschichte von Gabi und Klaus nun endlich doch ein Happy Ende findet, da schlägt das Stimmungsbarometer Saltos. "Jungs, ihr ward spitze", so ein Fan aus dem Publikum. Ein Urteil, das auch Peter Heß unterschreibt. "Sie haben es mit ihrem Repertoire geschafft, dem Raum Kirche Tiefe und eine Wohlfühlatmosphäre zu geben." Die Prignitzer jedenfalls wünschen sich, dass die "Prinzen" neben dem leckeren Döner auch Kirche, Stadt und den Perleberger Balaton (Hennings Hof) in guter Erinnerung behalten.

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