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Köhlerhütte Tiefenthal : Köhlerhütte bietet wieder Schutz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach Brand im vergangenen Jahr haben Spender und Ehrenamtler am Wiederaufbau mitgewirkt / Einweihung nächstes Frühjahr

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2015 | 22:00 Uhr

Die Hütte soll von außen noch etwas mit Brettern verschlagen werden, damit es nicht so zieht, aber unterstellen kann man sich jetzt schon, wenn es regnet. Im April vergangenen Jahres brannte die Köhlerhütte am Waldlehrpfad bei Tiefenthal ab (der „Prignitzer“ berichtete). Zwischenzeitlich wurde sie an gleicher Stelle und dank zahlreicher Spenden und vieler ehrenamtlicher Arbeitsstunden wieder aufgebaut.

Die Kinder der Kita „Rappelkiste“ aus Garlin sind begeistert, als sie bei ihrem Wandertag gestern die Hütte in Beschlag nehmen dürfen. Die Steppkes im Alter zwischen vier und fünf Jahren nutzten sie nach ihrer lehrreichen Tour durch den Wald gleich für ihre Frühstückspause. Mitsamt ihrer Erzieherin Annelie Schlestein ließen sich die Kinder über allerlei Hindernisse führen, vorbei am Insektenhotel, einem Balancierpfad und einem Fledermausbaum.

Oberförster Frank Hagedorn von der Waldschule Gadow stellt viele kindgerechte Fragen um Aufmerksamkeit selbst für die kleinsten Tiere und Pflanzen hervorzukitzeln. „Die Kinder können spielerisch den Wald entdecken. Wir halten das hier nicht mit schulmeisterlichem Ernst“, erläutert er, während zwei Jungs mit Ästen in seltsamen Erdhügeln bohren. Jürgen Teubner ist seit zwei Jahren im Ruhestand und Hagedorns Vorgänger bei der Waldschule. Er erklärt die Entstehung des Naturlehrpfads. „Viele der Einrichtungen und Kletterbäume sind vor Jahren im Rahmen von ABM-Projekten gestaltet worden, teilweise vor bis zu 15 Jahren.“ Leider ist daher der Zustand mancher hölzerner Pfähle nach der Zeit nicht mehr optimal. „Aber es wäre schade, wenn wir das verfallen lassen. Die Kinder können hier Grenzerfahrungen machen, die heutzutage immer seltener werden“, sagt der Ehrenamtler, der die Forstverwaltung tatkräftig unterstützt.

Bis heute ärgern sich Hagedorn und Teubner über die Brandstiftung, zumal damals in engem zeitlichen und räumlichen Zusammenhang auch Strohmieten, Ställe und Holzpolter brannten. „Wir wollen mit dem neuen Haus ja nicht die Brandstifter wieder einladen, zu zündeln. Wenn wir kapitulieren würden, bräuchten wir gar nichts mehr tun und für die Kinder wäre das sehr schade“, so Teubner.

Die offizielle Einweihung der Köhlerhütte durch die Gemeinde Karstädt ist nun für das kommende Frühjahr geplant.

 

 

 

 

 

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