Knusprig und elastisch: Prignitzer Brote erzielen Bestnote

Jurymitglied Michael Isensee und Berufsplanerin Uta Horenburg verschenkten von den gebackenen Broten Kostproben an die Schüler der Oberschule Wittenberge.Lisa Kleinpeter
Jurymitglied Michael Isensee und Berufsplanerin Uta Horenburg verschenkten von den gebackenen Broten Kostproben an die Schüler der Oberschule Wittenberge.Lisa Kleinpeter

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20. September 2012, 08:50 Uhr

Wittenberge | In der Oberschule Wittenberge standen gestern nicht die Schüler, sondern Brote auf dem Prüfstand. Eine Fachjury vergab 14 Mal Gold an sieben Bäcker aus der Region.

Es wurde geschmeckt, gerochen, geschaut und gefühlt. Egal ob Misch-, Weizen- oder Vollkornbrot, die Prüfer des diesjährigen Brottests in der Prignitz hatten einen ganzen Mund voll zu tun. Jedes Jahr werden vom Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks die Brote der Region auf Geschmack und Qualität getestet. Diesmal erhielten die Schüler der Oberschule in Wittenberge dabei die Gelegenheit, den Prüfern über die Schultern zu schauen und so einen Eindruck von dem Bäckerhandwerk zu erhalten.

"Wir wollen durch solche Veranstaltungen auch Werbung für unseren Beruf machen", erklärte Wolfgang Grünberg, Obermeister der Bäckerregion Prignitz. Deshalb findet der Brottest auch jedes Mal woanders statt. Dieses Jahr nahmen an der freiwilligen Prüfung sieben Betriebe der Bäckerinnung Prignitz mit insgesamt 24 Laiben teil.

Da gab es für die Prüfer und Schüler einiges zu kosten. Doch dass Brote nicht nur etwas mit Geschmack zu tun haben, erklärte Michael Isensee vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.: "Das ist ein Beruf der Sinne. Auch das Aussehen, der Geruch und das Gefühl ist bei einem guten Brot von Bedeutung."

Die Laibe können in sieben Kategorien insgesamt 100 Punkte erhalten. Dabei sind die Kriterien deutschlandweit gleich. Geprüft werden neben Form und Geschmack zum Beispiel auch die Krusteneigenschaft. "Bei einem Roggenbrot muss die Kruste etwa drei bis vier Millimeter dick sein", erklärt Isensee.

Außerdem wird die Lockerung und die Elastizität bewertet. "Beim Durchschneiden darf das Brot nicht klebrig sein. Ansonsten war die Backzeit zu kurz und die Aromastoffe konnten sich nicht ausreichend entfalten." Ebenfalls bewertet wird, ob das Brot gleichmäßig bemehlt und von außen sauber ist. Doch auch der Geruch ist von großer Bedeutung. "Man muss Lust bekommen, in das Brot hineinzubeißen", erklärt Isensee.

Insgesamt ist der Bäckermeister mit der Auswahl sehr zufrieden. Für 14 Brote vergab er die höchste Note: Gold. Dieses wird nur verliehen, wenn die maximal 100 möglichen Punkte erzielt wurden. Für sieben Brote gab es Silber, etwas abgeschlagen erhielten drei Brote das Urteil "Zufriedenstellend".

Die Beteiligung an der Prüfung war freiwillig. Die Ergebnisse sprechen für ein "Qualitätsbewusstsein" der teilnehmenden Betriebe, so Isensee. Mehr Infos unter www.brot-test.de.

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