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Perleberg kämpft gegen Falschparker : Knöllchen-Rekord hält die Wollweberstraße

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Parksünden brachten der Stadt 50 000 Euro, die aber nicht die Kosten für Ordnung und Sicherheit decken

von
erstellt am 01.Mär.2017 | 11:55 Uhr

Sie haben Ordnung und Sicherheit im Blick und ob sich jeder in der Stadt auch an die vorgeschriebenen Gesetzlichkeiten, die den ruhenden Verkehr regeln, hält. Kein leichter Job, den Politesse und Politeur haben, aber ein notwendiger. „Die Innenstadt würde sich selber blockieren“, ist sich Thomas Kolbow, Sachbereichsleiter des Ordnungsamtes, sicher. Wie viel Verkehr durch die Straße fließt, das merke man erst, wenn sie gesperrt ist. Das beste und jüngste Beispiel war die Grahlstraße.

Die Straßen der Innenstadt sind zu meist eng und jeder möchte möglichst auch in der Nähe parken, wo er was zu erledigen hat, sei es der Einkauf, der Gang zum Arzt oder zur Behörde. Die Gründe, warum die Innenstadt als „Zone eingeschränktes Halteverbot“ ausgeschildert ist. Während sonst geparkt werden darf, wo es nicht verboten ist, ist diese Regelung hier umgekehrt: Parken nur in bzw. auf gekennzeichneten Flächen.

Die Beschilderung: Zone Eingeschränktes Halteverbot eingangs der Bäckerstraße.
Die Beschilderung: Zone Eingeschränktes Halteverbot eingangs der Bäckerstraße. Foto: dori

Ein Umstand, den viele entweder ignorieren oder vergessen haben. Beispiel Schuhmarkt neben dem Buchladen. In dem Bereich ist das Parken nicht ausgewiesen, also nicht erlaubt. Wer dennoch sein Fahrzeug dort abstellt, muss mit einem Knöllchen rechnen. Gleiches passiert, wenn man die Zeit, da die Kehrmaschine ihre Runden dreht, nicht beachtet oder sich nicht an die vorgegeben Zeitbeschränkungen hält. Die Parkscheibe einfach weiterdrehen ist nicht drin. Die Ventilstellung zu vermerken, sei ein anerkanntes Verfahren und offeriere die Möglichkeit der Ahndung, erläutert Thomas Kolbow.

Die Zahl derer, die sich nicht an das halten, was die Beschilderung hinsichtlich des ruhenden Verkehrs vorgibt, ist durchaus groß. Und erstaunlich, wo am häufigsten dagegen verstoßen wird. Auf Platz eins des Ranking liegt die Wollwe-berstraße. 520 Ordnungswidrigkeiten – Verstoß gegen die Parkordnung – wurden hier im vergangenen Jahr aufgenommen. Überschreitung der Parkzeit, zwei Stunden sind erlaubt, oder vergessene Parkscheibe fallen ins Gewicht.

390 Ordnungswidrigkeiten sind es in der Dobberziner Straße im Bereich Krankenhaus und Polizei, der als „Zone eingeschränktes Halteverbot“ ausgewiesen ist. Auf Rang drei mit 291 Ordnungswidrigkeiten steht der Schuhmarkt zu Buche noch vor dem Großen Markt (252) und der Uferstraße (228).

Wer glaubt mit dem Knöllchen hinterm Scheibenwischer einen Freibrief für unbegrenztes Parken zu haben, der irrt gewaltig. Je länger die Überschreitung, um so teurer wird es am Ende. Wie teuer, das ist übrigens bundesweit einheitlich geregelt, betont der Sachbereichsleiter.

Rund 50 000 Euro hat die Stadt im vergangenen Jahr durch Parksünder eingenommen, Geld, von dem sie selbst nichts hat. „Denn die Kontrolle wird uns teurer, als die Einnahmen hergeben. Öffentliche Sicherheit und Ordnung kann man nicht mit Geld aufwiegen“, unterstreicht Thomas Kolbow.

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