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Grüne Woche 2017 : Kniepertapas und Kartoffelsalat

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Für Oliver Schulz und Roy Hartung ist der Messeauftritt eine Premiere. Koch Jean Duwe lässt die Besucher gern in die Töpfe gucken.

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erstellt am 21.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Die Prignitz präsentiert sich auf der Internationalen Grünen Woche. Zehn Köche folgen der Einladung des Tourismusverbandes, um mit ihren kulinarischen Ideen für die Region zu werben. Der „Prignitzer“ stellt die Kochprofis und ihre Kreationen vor. Morgen kocht Oliver Schulz, Tapas y Carnes Perleberg, und am Montag Jean Duwe, Zum Torwächter Pritzwalk.


Sie kennen sich, sind Freunde: Oliver Schulz und Roy Hartung. Schulz ist Koch und Inhaber der Tapasbar in Perleberg, Hartung ist seit Ende 2012 mit der Vormark Kochkultur GmbH erfolgreich am Start. Und beide geben nun in dieser Konstellation auch ihr Debüt auf der Grünen Woche. Natürlich mit Knieper oder wie nur die Perleberger dieses Prignitzer Nationalgericht nennen dürfen – Suren Hansen.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, die beiden wollen zugleich aber auch die Geschmacksnerven dafür schärfen, dass die Prignitz durchaus noch mehr Gaumenkitzel zu bieten hat. Stichworte: Prignitzer Kartoffelsalat oder lose Wurst. Denn nimmt man die Tradition wörtlich, so ist die des Kartoffelsalats noch älter. „Er ist unser ältestes regional hergestelltes Produkt“, berichtet Roy Hartung, dessen Unternehmen im vergangenen Jahr allein 45 Tonnen produziert hat. Beide haben nun nach einem Weg gesucht zu verbinden, was dem Prignitzer auf der Zunge zer- und durch den Magen geht und womit man Auswärtige auf den Geschmack bringen will.

Wie passen nun Knieper, lose Wurst, Kartoffelsalat und Tapas zusammen? „Ganz einfach, in dem man kleine Portionen anbietet“, kontert Oliver Schulz. Denn Tapas sind nichts anderes als kleine Appetithäppchen, in diesem Fall echte Prignitzer Appetithäppchen. So servieren sie auf der Grünen Woche selbstgemachten Knieper mit gebratener Lungenwurst, lose Wurst und Prignitzer Kartoffelsalat, Marke Eigenproduktion in Miniportionen. Besonderen Wert legen sie dabei auf die Natürlichkeit der Produkte. „Wem es schmeckt, dem haben wir vielleicht Appetit gemacht, mehr zu entdecken in der Prignitz und nicht nur Gaumenkitzel“, so die beiden Perleberger Debütanten auf der Grünen Woche. Außer Zweifel steht für die beiden: Liebe geht durch den Magen, auch die zu einer Region.

Nein, er habe nicht gezögert, sondern sofort wieder seine Teilnahme zugesagt. Ja, die Vorbereitungen und die Präsentation auf der Messe kosten Zeit und Geld, „aber neben dem Alltagsgeschäft ist das auch mal eine schöne Abwechslung“, meint Jean Duwe. Nach rund zehn Teilnahmen komme eine Portion Routine dazu, „aber es ist und bleibt eine tolle Möglichkeit, das eigene Haus und die Region zu präsentieren“.

Kulinarisch will er das in diesem Jahr mit einem klassischen Knieperrezept, bei dem die Kohlwurst keinesfalls fehlen darf. „Ein süßes Knieperrahmsüppchen bildet dazu den Kontrast“, so Duwe. Dazu will er ein Knieperbrot reichen, welches aus seiner Pritzwalker Hausbäckerei Janke stammt. Ein Brot, das es im freien Verkauf nicht gibt, mit dem Duwe aber viele gute Erfahrungen bei seinen Gästen gemacht hat. „Den Knieper bereite ich in Pritzwalk vor, auch die Grundzutaten für die Suppe“, sagt er. Vollendet werden die Gerichte auf der Messe. „Besucher wollen uns gerne in die Töpfe schauen und das dürfen sie auch.“ Bis zu 300 Portionen werde er vorbereiten.

Rein privat kommt bei ihm auch mal Knieper auf den Tisch. „Ich probiere dabei immer wieder neue Kreationen aus, jüngst zum Beispiel gefülltes Schweineschnitzel mit Cordon bleu oder als Auflauf. „Aber am beliebtesten ist der Klassiker mit Kohlwurst“, sagt Jean Duwe, dessen Familie seit 40 Jahren das Gasthaus „Zum Torwächter“ betreibt.

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