Prignitzer Köche : Knieperkohlnudeln mit Pesto

Annett Senst und Dirk Wolters nehmen Gläschen mit ihrem Pesto mit.
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Annett Senst und Dirk Wolters nehmen Gläschen mit ihrem Pesto mit.

Annett Senst und Dirk Wolters aus Unbesandten zeigen morgen, wie aus Regionalem Spezialitäten werden

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18. Januar 2016, 12:00 Uhr

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Prignitz auf der Internationalen Grünen Woche. Zehn Köche folgen der Einladung des Tourismusverbandes, um mit ihren kulinarischen Ideen für den Landkreis zu werben. Der „Prignitzer“ stellt die Kochprofis und ihre Kreationen vor.

Morgen kochen Annett Senst und Dirk Wolters vom Hotelrestaurant „Alter Hof am Elbdeich“ in Unbesandten.

Dass auch im Nordwesten Brandenburgs hervorragend gekocht wird, wollen Annett Senst und Dirk Wolters, Inhaber des Hotelrestaurants „Alter Hof am Elbdeich“ in Unbesandten, einem breiten Publikum beweisen. Aufmerksamkeit für die Region erregen, den Gästen ein besonderes Genusserlebnis auf Basis von Ayurveda, der 5000 Jahre alten indischen Ernährungslehre, verschaffen, das ist das Ziel der Gastronomen aus der Lenzerwische. Das Drei-Sterne-Hotel präsentiert sich mit seinem Restaurant zum fünften Mal in Folge auf der weltgrößten Agrarmesse.

„Wir wollen die Prignitz noch bekannter machen und zeigen, dass es auch hier eine gute Küche gibt“, sind sich Annett Senst und Dirk Wolters einig. Denn auf eine regionale Küche legt das Mitglied der Hotelkooperation Landidyll speziellen Wert. Genauso, wie auf frische Zutaten, die auf Hochbeeten selbst angebaut und dann verarbeitet werden. Die Philosophie decke sich mit dem Anspruch der Grünen Woche, die ebenfalls auf Regionalität setzt.

Das Prignitzer Nationalgericht, den Knieper in seiner ursprünglichen Form mit einer Kohlwurst von der Neudorfer Fleischerei in Groß Pankow, präsentieren Annett Senst und Dirk Wolters den Besuchern aber erstmals. „Die Leute haben danach gefragt, und wir haben uns gedacht: Warum nicht“, verrät die gelernte Köchin.

Sozusagen als vegetarische Variante haben die Beiden für die Berliner Messegäste aber auch ihre 2014 erstmals vorgestellte Eigenkreation zur Verkostung im Angebot: Knieperkohlnudeln. Für Nicht-Vegetarier serviert sie das Ehepaar in der Bundeshauptstadt mit Geschichtetem vom Prignitzer Weiderind. Die Pestos dafür werden mit verschiedenen – natürlich in der Zusammensetzung streng geheimen – Kräutern verfeinert, um das Ganze bekömmlicher zu machen. „Wegen der Pestos sind uns die Leute letztes Jahr regelrecht die Bude eingelaufen“, erzählt Annett Senst. Deshalb nehmen die Gastronomen dieses Mal viele kleine Gläser ihrer Spezialität mit nach Berlin. Zum einen sind die Kostproben gefüllt mit der vegetarischen Variante, zum anderen mit der veganen Version ohne Käse. Zum Dessert gibt’s ihren Winterklassiker: Möhrenkuchen mit einer Orangen-Frischkäsehaube.

Die positive Resonanz ihrer bisherigen vier Auftritte in Berlin war nachhaltig. „Einige Besucher der Grünen Woche sind schon Stammgäste an unserem Stand, kommen schon gezielt zu uns“, erzählt Dirk Wolters.


75 Akteure für eine Region


„Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die heute dafür gesorgt haben, dass sich die Prignitz auf der Grünen Woche so bunt und stimmungsvoll darstellen konnte“, sagte gestern der Geschäftsführer des Prignitzer Tourismusverbandes Uwe Neumann nach einem erfolgreichen Tag in der Messehalle 21a. An die 75 Akteure aus der Region waren auf der größten Landwirtschftsmesse vertreten, um für die hiesige Region die Werbetrommel zu rühren.

„So facettenreich wie die Region ist, so facettenreich konnten wir sie darstellen“, betont Neumann und führt als Beispiele den Auftritt des Livesound-Orchesters aus der Kreismusikschule Prignitz an, verweist auf die drei Tanzschulen, die jede auf ihre Art etwas Besonderes bot, egal, ob Querengässer, die Sewekow-Dancers oder die Sweetgirls. Schlagfertig und amüsant machten die Hafendirne, Salomon Herz und die anderen Stadtführer aus Wittenberge für die Elbestadt und deren touristische Angebote Werbung. Neumann sagt: „Wir haben als Region Lust auf einen Besuch gemacht.“  

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