Prignitzer Nationalgericht : Knieperkohl experimentell

Dennis Tietz ist Küchenchef im „Deutschen Kaiser“ in Perleberg – jung, mit seinen 26 Jahren aber keineswegs unerfahren. Hier präsentiert er seine Knieperknödel mit Avocadodip und Lachsforelle.
Dennis Tietz ist Küchenchef im „Deutschen Kaiser“ in Perleberg – jung, mit seinen 26 Jahren aber keineswegs unerfahren. Hier präsentiert er seine Knieperknödel mit Avocadodip und Lachsforelle.

Dennis Tietz, Küchenchef im „Deutschen Kaiser“, macht aus dem Prignitzer Nationalgericht Knödel, Pralinés und einen Smoothie

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21. Januar 2016, 22:00 Uhr

Inmitten der messeerfahrenen Köche und Gasthäuser auf der Grünen Woche könnte man meinen, der „Deutsche Kaiser“ aus Perleberg sei ein Neuling und vielleicht sogar noch ein wenig grün hinter den Ohren. Schon wegen des jungen Kochs, der morgen die Besucher in Berlin bewirtet.

Aber der erste Eindruck trügt. „Ich bringe schon Grüne-Woche-Erfahrungen mit“, sagt Dennis Tietz, seit April 2015 Küchenchef im altehrwürdigen Restaurant und Hotel. „Als Lehrling im dritten Ausbildungsjahr war ich mit meinem damaligen Chef Lutz Mamerow bereits 2009 für den Deutschen Kaiser auf der Grünen Woche dabei“, erinnert sich der Perleberger. Er ist heute ganz froh darüber zu wissen, was ihn dort erwartet. Eine Menge Trubel nämlich und ein Gedränge, wie man es in Prignitzer Lokalitäten wohl selten bis nie antrifft. „Das war für mich damals natürlich sehr ungewohnt – dafür gehe ich die Sache jetzt entspannt an.“

Mit ungewöhnlichen Knieper-Kreationen, muss man an dieser Stelle gleich ergänzen: Knieperknödel mit Avocadodip und Lachsforelle, Knieper als Bestandteil eines Nuss-Nougat-Rucola-Pralinés und außerdem kredenzt er mit Restaurantleiterin Michaela Piper, die ihn nach Berlin begleitet, noch einen Knieperkohl-Smoothie. Letzterer enthält – neben dem Knieper-Anteil – Bananensaft, geröstete Pinienkerne, Rucola, Salz, Pfeffer und Crushed-Ice.

„Ich experimentiere gern“, kommentiert der 26-Jährige seinen kulinarischen Beitrag für die weltgrößte Landwirtschafts- und Verbrauchermesse. In der Hauptstadt wird er morgen auf ebenso experimentierfreudige, aufgeschlossene Gäste treffen. Für ihn ist das auch ein gutes Testfeld, wie seine selbst kreierten Speisen und das Smoothie-Getränk ankommen. Denn: Noch steht Knieper nicht auf der Speisekarte des historischen Perleberger Hauses. Das allerdings, so Dennis Tietz und Hoteleigentümer Steve Hausmann, soll sich ändern.

Für die beiden und für Michaela Piper gehört in Berlin selbstverständlich die Werbung für das eigene Haus, für Perleberg und für die gesamte Region dazu. „Natürlich möchten wir die Gelegenheit nutzen, um auf uns aufmerksam zu machen. Schließlich hat sich im und am Kaiser ja auch eine Menge verändert“, sagt Steve Hausmann. Er verweist auf Wellnessbereich und Terrasse, beides neu entstanden, sowie auf Investitionen in den Gästezimmern, in denen die Ausstattung verbessert wurde.

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