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Neuauflage am 30. April : Kneipennacht: Wandel geglückt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach dem Rückzug der langjährigen Veranstalter der früheren „Nightpearls“ wird die Neuauflage des beliebten Events als gelungen eingeschätzt

von
erstellt am 01.Mai.2015 | 22:00 Uhr

Eine Kneipennacht ist an sich nichts Besonderes, vor allem nicht im feierfreudigen Perleberg, wo die Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Perleberger Nightpearls“ seit Jahren immer am 30. April hunderte Menschen in die Lokale lockt.

2015 war die Kneipennacht hingegen doch etwas Besonderes, denn die langjährigen Veranstalter Maria und Dr. Uwe Steuer hatten sich erst Anfang März nach 13 Jahren aus der Vorbereitung und Durchführung dieses Events zurückgezogen. Der musikalische Kneipenbummel, so die Ex-Veranstalter, sei zunehmend zu einem feucht-fröhlichen Straßenfest mutiert, das Veranstaltungskonzept sei mehr und mehr untergraben worden. Immer mehr Bierwagen und Tresen standen vor den Gaststätten, selbst Fenster wurden zur Ausschankquelle für partywillige Low-Cost-Gäste. Der 30. April wurde zu einem der umsatzstärksten Tage im Jahr, die Live-Musik zum schmückenden Beiwerk, das jedoch nicht zum Nulltarif zu haben sei. Der Verkauf der Bändchen war jedoch die einzige Einnahmequelle für die Organisatoren. Nicht nur die Bands mussten davon bezahlt werden, auch Gema-Gebühren, Kassierer und anderes mehr.

Um die Kneipennacht dennoch am Leben zu erhalten, taten sich dann kurz darauf Perleberger Gastronomen zusammen und traten gemeinsam als Veranstalter auf, kümmerten sich kurzfristig um Werbung und Bändchenverkauf. Obwohl die Schlussrechnung erst Mitte nächster Woche stehen wird, konnte Steve Hausmann, Inhaber des „Deutschen Kaisers“ und einer der Initiatoren für die neue Kneipennacht, schon Donnerstagabend ein positives Fazit ziehen. Bereits der Vorverkauf sei sehr gut gelaufen und auch am Vorabend des 1. Mai gingen noch jede Menge Bändchen über die Verkaufstresen der neun teilnehmenden Lokalitäten. Die Refinanzierung der Kosten für die Bands, so Hausmann, sei auf jeden Fall gewährleistet.

Gaststätten und Straßen waren voll, für fast jeden musikalischen Geschmack war etwas dabei. Wo die Musik besonders mitreißend und der Platz ausreichend waren, wurde auch richtig abgetanzt, so zum Beispiel im Eiscafé Belluno, wo „Cannibal Koffer“ spielten, oder auch im „Avalon“ bei den „AC-Vibes“. Einfach nur zuhören und genießen konnte man aber ebenso, z. B. im Perleberger Imbiss und Biergarten in der Krämerstraße, hier sang Manuel Richter, oder auch im „L’Italiano“, wo „The Dise“ unplugged zu erleben waren. Einer weiteren Auflage der Perleberger Kneipennacht 2016, so Hausmann, stehe nichts im Wege. Im Gegenteil – er hoffe auf noch mehr Teilnehmer aus der Gastronomie der Rolandstadt.  

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