Kneipennacht: Bis 2 Uhr spielt jetzt die Musik

Neun Gastronomen der Innenstadt laden am 30. April zu einem musikalischen Bummel durch die Nacht

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15. April 2015, 09:31 Uhr

Die Nightpearls sind tot, es lebe die Kneipennacht. Neun Gastronomen haben sich kurzentschlossen zusammengetan und laden am 30. April ab 20 Uhr zum musikalischen Bummel durch ihre Gastlichkeiten in der Innenstadt ein. „Der Termin hat Tradition, die wir nach 13 Jahren nicht einfach sterben lassen wollen“, so der Tenor. Anders als bisher organisiert jeder Gastronom seine Musik nun selbst und wer bestellt, der bezahlt auch. „Der Vorteil: Wir bestimmen darüber, welche Band bei uns spielt“, so Simone Pagel, Inhaberin des „Avalon“. Das habe zudem den Vorzug, dass jeder eben auch erfahre, was finanziell dranhänge. „Jeder hat einen genauen Durchblick“, ergänzt Kirsten Sellahn vom Imbiss in der Krämerstraße. Das erste Mal mache sie mit, geöffnet habe sie aber immer gehabt. „Ich wurde nie gefragt. Das ist nun anders und da bin ich auch mit dabei.“

Insgesamt habe die plötzliche Absage der Nightpearls sie ein Stück weit mehr auch zusammengebracht, betont Theo Dierks vom „Schulzenhof“. „Zuvor bestand gar keine Notwendigkeit“, ergänzt Simone Pagel. Jeder habe seinen Vertrag bekommen, geredet miteinander – warum?

Inzwischen ist das die Voraussetzung, denn in der Kneipennacht soll eine tolle Tradition eine Fortsetzung finden. Das Konzept – etwas verändert, dem Neuen angepasst. „Die Bedürfnisse der Menschen haben sich in den Jahren geändert. Sie wollen ein Straßenfest und zugleich die Möglichkeit, Musik live zu erleben. Und dem entsprechen wir“, so Ely Salce und Christian D’inca, Geschäftsführer des Eiscafés Belluno. Wer draußen feiern wolle, der werde dort bedient, wer drinnen, der sei hier herzlich willkommen. Mit fünf statt wie bisher sieben Euro Eintritt im Vorverkauf – an der Abendkasse werde es doppelt so teuer – ist er dabei. Kassiert werde übrigens bis zum Schluss, und bis um 2 Uhr spielt die Musik in allen der neun Gaststätten. Das berühmte Bändchen, das dann Zutritt zu jenen gewährt, gibt es gegen die Eintrittskarte in der ersten Lokalität, in die man einkehrt.

Beibehalten habe man auch, dass alle in den großen Topf einen Beitrag für die anschließende Reinigung der Stadt einzahlen. „Das ist alles bereits unter Dach und Fach, der Stadtbetriebshof ist am Morgen des 1. Mai im Einsatz, damit die Straßen der Innenstadt sauber sind“, heißt es seitens der Stadt. Und die sitzt seit Anbeginn mit am Tisch, wenn sich die Wirte wöchentlich treffen. „Sonderkonditionen für die Kneipennacht bekommen wir keine, aber eben Tipps, woran alles zu denken ist“, betont Giancarlo Romano vom L’Italiano.

Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen, die Bands unter Vertrag, alle Dinge organisatorisch auf den Weg gebracht. „Natürlich hoffen wir, dass die Kneipennacht angenommen wird, für uns, aber auch für Perleberg. Schließlich hat die Stadt damit all die Jahre faktisch den Start in die kulturelle Saison gegeben. Und das soll so bleiben“, sind sich alle einig.

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