KMG-Heim Karstädt: Baustart verzögert sich

<strong>Gegenwärtig wird mittels</strong> Horizontalbohrung ein Schutzrohr verlegt, um ein stärkeres Stromkabel zur neuen Trafostation zu ziehen.  <foto>Foto: Manfred Drössler</foto>
Gegenwärtig wird mittels Horizontalbohrung ein Schutzrohr verlegt, um ein stärkeres Stromkabel zur neuen Trafostation zu ziehen. Foto: Manfred Drössler

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06. Juni 2012, 09:36 Uhr

Karstädt | "Wann ist Baubeginn für das neue Pflegeheim?" Einen exakten Termin gibt ers noch nicht, aber diese Frage hörte man in den vergangenen Tagen immer wieder in Karstädt. Die KMG Kliniken plc hatte als Investor und künftiger Betreiber auf einer Informationsveranstaltung im vergangenen Jahr als möglichen Baustart den Monat Mai 2012 ins Auge gefasst. "Es sind noch einige Dinge abzuklären", erfuhr der "Prignitzer" von Sigrid Merten, Verwaltungsdirektorin der KMG-Pflegeheime.

So gibt es noch Abstimmungsbedarf mit dem Bauordnungsamt und der Feuerwehr zum Thema Brandschutz. "Mit dem neuen Konzept - das heißt weg von der bisher klassischen Flur- und Zimmergestaltung und hin zu Wohngruppen mit bis zu zehn Personen, mit Wohnküche und Wohnzimmer, wollen wir den Bereich offen gestalten und nicht durch Brandschutztüren abschotten", erläutert Sigrid Merten. Während zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern oder Hessen dazu Handlungsempfehlungen zum Brandschutz für die Heime existieren, gibt es diese in Brandenburg noch nicht. KMG-Baufördergesellschaft, Planungsbüro und das Aufstellungsbüro Brandschutzkonzept arbeiten daher an verschiedenen Optionen. "Wir setzen auf eine machbare Lösung und damit auf eine baldige Baugenehmigung", betont die Verwaltungsdirektorin.

Vorbereitende Arbeiten auf der Möllerwiese sind bereits vor Wochen erfolgt. Auch hat die Wemag eine neue Trafostation aufgestellt, die das alte Gebäude ersetzen soll, das dann abgerissen wird. Gegenwärtig lässt der Energieversorger entlang der Straße des Friedens ein Schutzrohr verlegen, in das ein Kabel zum Anschluss der neuen Kompaktstation eingezogen wird. "Die Arbeiten werden innerhalb der nächsten drei Wochen abgeschlossen, so dass die Station bereits den Baustrom liefert und später auch das Pflegeheim mit Elektroenergie versorgt", informiert Wemag-Sprecherin Heike Danker.

Entstehen sollen mit dem sechs Millionen Euro-Bau 60 Pflegeplätze in Einzelzimmern, jeweils 17 Quadratmeter groß. Das neue Wohn- und Betreuungskonzept soll den familiären Charakter des Wohnens unterstreichen. Insgesamt werden 40 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Pflege, Betreuung, Küche, Reinigung sowie haustechnische Verwaltung geschaffen. Nachfragen gab es bereits viele. Die Stellenbesetzung soll jedoch frühestens nach dem Richtfest bei der KMG-Seniorenheimverwaltung zum Thema werden.

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