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Der Prignitzer

13. Dezember 2017 | 16:14 Uhr

Klettern zwischen Himmel und Erde

vom

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2012 | 06:03 Uhr

Wittenberge | "Wenn man lange Zeit Sport getrieben hat, dann reizt einen solch eine Herausforderung, und deshalb klettere ich heute auch", sagt Marcel Elverich, stülpt entschlossen den orangefarbenen Schutzhelm auf, greift nach dem Karabinerhaken am Gurtzeug und los geht es unter Anleitung von Hochseilgartentrainer Christian Plichta. Wittenberges stellvertretende Bürgermeisterin Waltraud Neumann und der elbestädtische Wirtschaftsförderer Tobias Werner haben zu diesem Zeitpunkt bereits mit Bravour die ersten Meter im Parcours zwischen Himmel und Erde absolviert: Gestern eröffnete die Genesis GmbH in einem der beiden Achtecktürme auf dem Gelände der alten Ölmühle ihren neuen, das ganze Jahr über nutzbaren Hochseilgarten. Der Indoorkletterparcours entstand dort, wo zu Produktionszeiten in einem zehn Meter hohen Tank Öl gelagert wurde. Jetzt wird hier geklettert: In 2,50 Meter, in sechs Meter und in zehn Meter Höhe. Die drei Parcours bieten unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und werden von zwei Außenseilbahnen quer über den Platz vor der Festspielbühne - 36 Meter lang und acht Meter über dem Boden sowie 45 Meter lang und 13 Meter über der Erde - ergänzt.

Dass sich zur Eröffnung Karstädts Bürgermeister Udo Staeck und Perlebergs stellvertretendes Stadtoberhaupt Hans Rothbauer einstellten, signalisiert, hier geht es nicht schlichtweg um einen Indoorkletterturm. Mit dem Hochseilgarten im Denkmalturm ist "ein weiterer Baustein für die touristische Entwicklung dieses Stadtquartiers gesetzt worden", formuliert es Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. Die Kommune entwickelt seit Jahren den Bereich am Packhof zu einem kulturell-touristischen Zentrum in der Stadt. Da kommt die 170 000 Euro teure Investition gerade recht. Ein weiterer Baustein ist, um im Sprachbild zu bleiben, in Vorbereitung. Der zweite der Achtecktürme - ebenfalls ursprünglich mit seinem Tank zur Ölspeicherung genutzt - wird quasi zum Tauchbecken. "Wir gehen davon aus, dass zu Beginn des neuen Jahres abgetaucht werden kann", sagt Genesis-Gesellschafter Lutz Lange. Zuvor hatte auch er den Indoorkletterturm als touristische Bereicherung hervorgehoben, "für die Region und für die Gäste, die von weiter her zu uns kommen. Denn Essen und Schlafen reicht den Touristen allein nicht mehr. Sie wollen etwas Besonderes erleben. Wir bieten es ihnen." Voll des Lobs ist Lange für seinen Architekten Hartmut Jochinke, "er ist ein Fachmann, wie wir ihn uns auch für dieses Projekt nur wünschen konnten".

Anmeldungen für den Hochseilklettergarten sind ab sofort unter 03877/567994600 möglich. Kinder ab sechs Jahren in Begleitung von Erwachsenen dürfen ihn nutzen.

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