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Hund und Herrchen super fit : Kleine Vierbeiner mit großem Sport

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In Dallmin wurden am Wochenende Agility-Wettkämpfe ausgetragen / Hundehalter aus mehreren Bundesländern kamen in die Prignitz

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Ein kleines weiß-graues Fellknäuel namens Loki rast über einen Parcours aus Sprunghindernissen, Tunnel und Slalomstrecke – in Bestzeit. Der „Maltipoo“ (Malteser-Zwerpudel-Mischling) ist einer von mehr als 100 Teilnehmern des offenen Agility-Turniers, das der Prignitzer Agi-Flitzer ev. V. Dallmin am Wochenende ausrichtete. Lokis Frauchen Simone Kindel ist erst vor Kurzem „auf den Hund gekommen“. „Den Agility-Sport betreiben wir erst seit vergangenem Jahr – und es ist wirklich eine Sucht“, erzählt die Mecklenburgerin schmunzelnd. Neben Loki startet auch noch Juno beim Turnier. Familienhund Nr. 3 ist mit elf Monaten noch etwas zu jung, soll aber 2018 ins Turniergeschehen eingreifen, blickt die Hundehalterin aus dem Ostseebad Rerik, die im normalen Leben in der Heizungs- und Sanitärfirma ihres Mannes mitarbeitet, voraus.

Agility-Turniere, wie das in Dallmin, erfreuen sich großer Beliebtheit und sind inzwischen weltweit verbreitet. Für die Teilnehmer – Zweibeiner und Vierbeiner – ist es nicht selten ein Wochenend-Event mit familiärer Atmosphäre, sie reisen mit Wohnwagen, Caravan, Zelt an. In Dallmin fanden die Hundesportler aus mehreren Bundesländern, trotz schwieriger Witterungs- und Bodenverhältnisse, beste Bedingungen vor. Für den noch jungen Dallminer Verein als Ausrichter eine besondere Herausforderung, die er aber sehr gut meisterte.

Dass der Parcours in der Wettkampfkategorie „Spiel“ ein wenig an Pferde-Springreitturniere erinnere, komme nicht von ungefähr, erläutert Christine Erdmann, Vereinsmitglied in Dallmin. „Das ist davon abgeschaut“, sagt die Hundehalterin, die mit Collie Wenke an den Start ging. Die Hindernisse sind jeweils auf die Größe der Vierbeiner abgestimmt: small, large, medium (klein, mittel, groß). Teilnehmen dürfen alle Rassen, Mixturen und Geschlechter, pro Tag absolviere jeder Hund drei Läufe, berichtet Christine Erdmann. Die Hundehalter begehen jeweils zuvor die Wettkampfstrecke, sind beim Lauf mit auf dem Platz, dürfen ihre vierbeinigen Sportler allerdings nur mit Körpersprache und Hörzeichen lenken, dürfen weder Hund noch Hindernisse berühren. Gut trainierte Tiere und eingespielte Mensch-Hund-Teams erreichen dabei ein atemberaubendes Tempo, dem man gerade bei kleineren Hunderassen kaum mit dem Auge folgen kann.

Ein rasanter Spaß, der sich nun – auch dank eines solch großen, gut organisierten Turniers – in der Prignitz breitmacht.

 

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