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Nach Brand wieder aufgebaut : Klassenzimmer in der Natur

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wiedererrichtete Köhlerhütte steht nun für Umweltbildung, aber auch private Veranstaltungen offen

Zünftig mit Bratwürstchen vom Grill und einem Anblasen auf Jagdhörnern wurde die Köhlerhütte bei Tiefental feierlich wieder für Besucher freigegeben. Bürger und Ortsvorsteher, Forst- und Gemeindemitarbeiter und die Vorschulgruppe der Kita Dallmin nahmen das neue Herzstück des Waldlehrpfades in Augenschein.

Im April 2014 wurde die 2002 errichtete Hütte ein Opfer von Brandstiftung. „Wir dachten bei dem Brand, das ist eine ganz schlimme Sache, denn wir sind gerne zu Ausflügen hergekommen“, sagt Jürgen Gensing, der für den Bürgerverein Kribbe zur Einweihung kam. Der Verein habe sich daher mit 250 Euro an dem Wiederaufbau gerne beteiligt. Insgesamt sind laut Karstädts Bürgermeister Udo Staeck 2685 Euro an Geldspenden zusammengekommen, für die er sich bei den zahlreichen Spendern herzlich bedankte.

„Wir haben dann als Gemeinde den Betrag auf 3200 Euro aufgestockt“, so Staeck. Nicht genau beziffern lassen sich die vielen Arbeitsstunden, die von Mitarbeitern des Karstädter Betriebshofs, der Forstverwaltung und Gemeindemitgliedern geleistet wurden. „Wir geben den Gesamtwert mit ungefähr 10  000 Euro an“, so der Bürgermeister.

Nach dem Brand verblieben die Verankerungen der tragenden Balken im Boden. So konnte die Hütte an gleicher Stelle in ursprünglicher Größe wieder aufgebaut werden. Dass sie nun schnell als „Grünes Klassenzimmer“ in die Natur- und Umweltbildung der Prignitzer Schulen integriert wird, wünscht sich nicht nur Staeck sondern auch Frank Hagedorn, Waldpädagoge aus Gadow. „Wir müssen die Kontakte mit den Schulen aber noch intensivieren“, merkt er an. Gabi Much, früher Grundschullehrerin in Karstädt, stimmt zu. „Das Lernen im Wald hat mit Aktivität, mit allen Sinnen, Klettern und Werfen zu tun. Das ist enorm wichtig für die Kinder“, sagt sie.

Zwar liegt die Hütte auf Privatgelände, allerdings ist man mit dem Eigentümer, der auch das Holz beisteuerte, übereingekommen, die Nutzungsaufsicht und Haftpflicht an die Gemeinde zu übertragen. Wenn die Hütte in die Benutzungsordnung der Gemeinde aufgenommen ist, kann sie gegen einen Obolus auch für private Veranstaltungen gemietet werden. Mietanfragen sind dann an das Hauptamt in Karstädt zu richten. „Die Hauptnutzer sollen aber künftig die Kinder bleiben“, so Bürgermeister Udo Staeck.

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erstellt am 08.Mai.2016 | 06:00 Uhr

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