Kitas haben künftig Betriebsferien

Gemeindevertretung beschloss neue Satzung für Tagesstätten und Hort

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13. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Mit nur einer Enthaltung und ohne Diskussionen wurde auf der jüngsten Sitzung der Groß Pankower Gemeindevertretung die neue Version der Kitasatzung beschlossen.

Gebührenerhöhungen sind für die fünf Einrichtungen der Gemeinde in Baek, Groß Pankow, Kehrberg und Wolfshagen sowie für den Schulhort in Groß Pankow nicht vorgesehen. Dafür jedoch die Einführung von Betriebsferien in den Kitas.

Würde man nicht so verfahren, müssten die Einrichtungen auch künftig das ganze Jahr über offen gehalten werden, was die Einstellung zusätzlicher Erzieher nach sich zöge. Das wiederum wäre ein zusätzlicher Kostenfaktor für den Gemeindeetat und würde tatsächlich eine Verteuerung der Kita-Plätze für die Eltern bedeuten.

Die Arbeitsgruppe Kita, der Elternvertreter und Elternsprecher der fünf Kindereinrichtungen sowie Gemeindevertreter angehören, habe sich auf das Betriebsferien-Modell verständigt und geeinigt, so Hauptamtsleiterin Gabriele Jekal. Die Satzung sieht vor, künftig zwei Kindertagesstätten in den Sommerferien für bis zu drei zusammenhängende Wochen schließen zu können. Im Gemeindegebiet werden dann bei Bedarf Ausweichplätze angeboten. „Auf begründeten Antrag finden dabei vorrangig Kinder Aufnahme, deren Eltern berufstätig sind“, so Jekal.

Diese Betriebsferien müssen bis spätestens 31. Oktober des jeweiligen Vorjahres bekannt gegeben werden. Insofern wird es also 2015 noch keine Betriebsferien in den Kitas und im Hort geben, sondern erst im Jahr darauf. Die Satzung tritt am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft.

Die Überarbeitung der Kitasatzung steht im Kontext zur Neufassung vieler weiterer Satzungen für die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz). Die Kommune hatte aufgrund ihrer angeschlagenen Haushaltssituation vom Land Fördermittel über das Finanzausgleichsgesetz erhalten. Das Geld wurde in diesem Jahr für den Umbau der Schulküche in Groß Pankow, für den Straßenbau, die Sanierung der Dömnitzbrücke zwischen Wolfshagen und Helle sowie für den Neubau der Stepenitzbrücke zwischen Rohlsdorf und Klein Linde eingesetzt. Diese Zuwendung ist allerdings mit der Auflage verbunden, Satzungen zu überarbeiten, somit alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und Einnahmemöglichkeiten zu erschließen.  

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