Unbeliebte Nachbarn : Kita-Kinder nerven Gartenbesitzerin

Es droht Streit am Gartenzaun in Perleberg.
Es droht Streit am Gartenzaun in Perleberg.

Lärm, parkende Pkw vor Ein- und Zufahrten lautet die Kritik. Steppkes lernen Gartenarbeit und Natur kennen

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21. September 2017, 05:00 Uhr

Dahin ist es mit der Ruhe im Garten. Unsere Leserin (Name liegt der Red.vor) ist sichtlich genervt. Seit Ende August hat sie die Steppkes aus dem evangelischen Kindergarten in Perleberg als Gartennachbarn. In der Anlage „Stadtpark“ habe sie ein privates Gartengrundstück. „Über lange Zeit herrscht jetzt hier ein so nicht hinzunehmender Lärm“, berichtet sie. Sie sei auch schon bei der Kirche und der Hygiene gewesen, denn das sei kein Zustand dort. Zudem werden die Eingänge bzw. Einfahrten von parkenden Fahrzeugen blockiert.

„Stimmt, unser evangelischer Kindergarten gärtnert in der Anlage“, bestätigt auf Nachfrage Superintendentin Eva-Maria Menard. Das Grundstück gehöre der Kirche. Es sei ein gefördertes Projekt der „Gemüseackerdemie“, an dem die Mädchen und Jungen hier teilnehmen. Was ist Gemüse, was braucht es alles zum Wachsen, – vom Bestellen bis zur Ernte lernen die Kinder in und mit der Natur umzugehen. Gesunde Ernährung, wie gelangt das Gemüse vom Acker bis auf den Teller – für die Kinder ist das Projekt ein spannender Exkurs in eine Welt, die denen verborgen bleibt, die keinen Garten haben, Obst und Gemüse nur aus dem Supermarkt kennen. Hier können sie selbst säen, pflanzen und ernten, erfahren, wieviel Arbeit in all dem steckt und warum man sich diese Arbeit dennoch macht.

All das erfolge in Abstimmung mit der Vorsitzenden des Kleingartenvereins, die dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber stehe, so Eva-Maria Menard.

Sicher werde es hier und da schon mal lauter, wenn mehrere Kinder emsig am Arbeiten sind, räumt die Superintendentin ein. Doch man halte sich streng an die vorgegebenen Zeiten, ist von der Kita-Leiterin zu erfahren. Hinsichtlich der Hygiene bestehen keine Bedenken, bestätigte der öffentliche Gesundheitsdienst des Landkreis, der das überprüft hatte.

Und was ist mit dem Parken? Ein erhöhtes Aufkommen an Fahrzeugen gebe es, wenn die Eltern die Kinder bringen und wieder abholen. Man habe sie aber darauf hingewiesen, Ein- und Zufahrten stets freizuhalten.  

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