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Kita "Happy Little Kids" kommt in den Bedarfsplan des Kreises

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erstellt am 05.Dez.2012 | 10:10 Uhr

wittenberge | Die Wittenberger Kita "Happy Little Kids" wird in den Bedarfsplan des Landkreises aufgenommen: Mit vier Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung votierten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses auf ihrer Sitzung am Montagabend mehrheitlich für den Vorschlag aus der Verwaltung.

Der Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung Wittenberge hatte zuvor den Antrag der CDU-Fraktion abgewiesen, die privat geführte Kindertagesstätte in der Quitzower Straße in den kreislichen Bedarfsplan aufzunehmen. Die Stadt sah keinen Grund für eine Aufnahme, zumal es genügend freie Plätze in den städtischen Kindereinrichtungen gebe, das Angebot also größer als die Nachfrage sei (der "Prignitzer" berichtete).

Mehrbelastung nicht unverhältnismäßig hoch

Entscheiden muss letztendlich nicht die Stadt, sondern der Jugendhilfeausschuss. Nach einem Abwägungsverfahren sowie der Prüfung einer Reihe von Kriterien kam man zu dem Ergebnis, dass "die Mehrbelastung für die Stadt Wittenberge im Falle einer Aufnahme nicht unverhältnismäßig hoch wäre", wie David Kahl, der die Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Jugend des Landkreises, Danuta Schönhardt, vertrat, erläuterte. Auch aus rechtlicher Sicht stehe der Aufnahme nichts im Wege, fügte Ausschussvorsitzender Bernd Dannemann hinzu.

Für die Krippe gibt es eine große Nachfrage

"Für Kitas, die im Bedarfsplan enthalten sind, muss die zuständige Kommune für die angemessenen Betriebskosten aufkommen", erklärte Dannemann. Derzeit trägt die Kosten der Kita-Betreiber, also die Firma Mernitz. Einer Kita könne die Aufnahme in den Bedarfsplan zwar versagt werden, wenn damit auf die Kommune unverhältnismäßig hohe Kosten zukommen würden, so Dannemann. Da die Einrichtung "Happy Little Kids" aber nur ein kleines Haus mit gerade einmal 13 Plätzen ist, sei es aus Sicht der Verwaltung der Stadt aber durchaus zuzumuten, die Betriebskosten in angemessenem Umfang zu übernehmen.

Das sieht Wolfgang Strutz, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, anders. Er äußerte sich gestern gegenüber des "Prignitzers" empört über die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses. "Es herrscht ohnehin schon eine Überkapazität an städtischen Kitaplätzen, weshalb eine Einrichtung zurückgebaut werden musste. Der Stadt fehlt das Geld, noch eine weitere Kita mitzufinanzieren." Den Abgeordneten sei die hohe Zahl an freien Plätzen bekannt, so Dannemann. Er weist jedoch auf die große Nachfrage für die Krippe "Happy Little Kids" hin. Derzeit ist die Einrichtung, in der Null- bis Dreijährige umsorgt werden, voll ausgelastet, wie Leiterin Bärbel Mernitz informiert.

Die Meinung der Stadtverordneten könne sie nicht nachvollziehen: "Die Kita existiert schon seit über drei Jahren. Wir haben sogar eine Warteliste, auf der derzeit vier Kinder stehen." Eltern haben laut Gesetz eine Wahlfreiheit, in welcher Kita sie ihren Nachwuchs betreuen lassen wollen. "Und viele von ihnen favorisieren unsere Kita. Wir erfüllen alle Kriterien und bieten optimale Bedingungen, können sogar, Babys betreuen", sagt Bärbel Mernitz. So sei das jüngste Kitakind gerade einmal drei Monate alt. Die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses freue sie deshalb sehr.

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