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Der Prignitzer

20. November 2017 | 20:13 Uhr

Wittenberge : Kita gehört Handwerkern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt stellt 30 000 Euro für zwei neue Sanitärräume im „Märchenland“ bereit.

von
erstellt am 29.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die Vorbereitungen sind getroffen. Wenn am 5. August die Betriebsferien beginnen, sollen Handwerker im Haus II der Kita „Märchenland“ Einzug halten. Die Stadt hat 30.000 Euro in ihrem Haushalt für die Kindertagesstätte eingeplant. Für dieses Geld werden zwei Sanitärräume auf Vordermann gebracht, sagt Waltraud Neumann, stellvertretende Bürgermeisterin und Chefin des Hauptamtes. Neue Toilettenbecken – in der Größe nach dem Alter der Kinder gestaffelt –, neue Fliesen, neue Abtrennungen sind vorgesehen. Dann ist auch endlich die Zeit vorbei, dass die Kleinen ein Bänkchen benutzen müssen, um besser auf dem WC sitzen zu können. Und auch für den Waschraum sei das volle Programm vorgesehen, erklärt die Hauptamtsleiterin bis hin zu neuen Haltern für die Zahnputzbecher.

Abgesehen von einem weiteren Sanitärraum, der mit Mitteln aus einem Förderprogramm für Kitas mit Kindern unter drei Jahren saniert werden konnte, hat die Stadt in den letzten Jahren nur das Notwendigste in die gut 60 Jahre alte Einrichtung mit ihren beiden Häusern gesteckt. Stets stand die Frage im Raum, ob die Einrichtung – es ist die einzige in Wittenberge in kommunaler Trägerschaft – überhaupt noch benötigt würde. Die erst vor kurzem vom Stadtparlament verabschiedete Kita-Entwicklungskonzeption mit ihren Analysen macht allerdings deutlich, „wir können auf diese 126 Plätze nicht verzichten“, sagt Waltraud Neumann und unterstreicht: „Der Bedarf ist da.“


Bürgermeister sagt Investitionen zu


Für Eltern, die ihre Kinder im „Märchenland“ betreuen lassen, waren vor einigen Monaten aus ihrer Sicht mangelnde Werterhaltung Anlass, sich über den „Prignitzer“ an die Öffentlichkeit zu wenden. Sie drängten und drängen auf Veränderung.

Die Stadt sei sich dieser Defizite durchaus bewusst, sagt Neumann. „In enger Abstimmung mit der Kita haben wir aber beschlossen, die 30 000 Euro, die uns jetzt zur Verfügung stehen, für die sanitären Anlage und nicht für Verschönerungen einzusetzen. Das hat auch aus Sicht der Erzieher die höchste Priorität.“

Und wie geht es danach weiter?

Das neue Integrierte Stadtentwicklungskonzept, zu dem sich die Abgeordneten vor einigen Wochen per Beschluss bekannten, erwägt auch die Möglichkeit, eine neue Kindertagesstätte in Wittenberge zu bauen.

Bürgermeister Oliver Hermann äußerte allerdings im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung im Juni, dass die Kommune eine Komplettsanierung der Einrichtung vornehmen wolle, wenn die Kommune auf Fördermittel zurückgreifen könne. Im ungünstigsten Fall werde die Stadt „schrittweise Jahr für Jahr Bereiche sanieren“. Hermann versicherte im Ausschuss: „Wir werden das Geld auf jeden Fall im Haushalt berücksichtigen.“

„In den nächsten Wochen werden wir als Hauptamt uns mit dem Bauamt zusammensetzen und Möglichkeiten dazu besprechen“, kündigt Waltraud Neumann an.

 

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