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Der Prignitzer

20. November 2017 | 22:27 Uhr

Ab ins Freie : Kita-Frühstück am Lagerfeuer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Knirpse des evangelischen Kindergartens verbrachten zehn Tage in der Natur und lernten jede Menge Neues kennen

von
erstellt am 24.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Zehn Tage war der evangelische Kindergarten in der Lindenstraße verwaist. Statt dessen verlebten die Ein- bis Sechsjährigen den Tag mitten im Wald.

Wie gewohnt um 6.30 Uhr brachten die ersten Eltern ihren Nachwuchs zum Kindergarten, allerdings befand sich dieser auf dem Rastplatz Bollbrück. Für den Nachwuchs äußerst spannend, denn Nebelschleier, Morgentau und die zwischen den Bäumen aufgehende Sonne sorgten für eine gar mystische Atmosphäre. Schnell wurde dann das Lagerfeuer entzündet, um sich zu wärmen und gemeinsam im Schein der Flammen zu frühstücken, bevor es ans Erkunden des Kindergartendomizils in Mutter Natur ging. Über Stock und Stein führte der Weg die Fünf- und Sechsjährigen immer tiefer in den Wald hinein. Allein mussten sie dann zurück zum Lagerplatz finden. Es klappte problemlos. „Kinder haben einen erstaunlich guten Orientierungssinn“, berichtet Cornelia Schmidt, sie leitet den evangelischen Kindergarten. Die Kleinen entdecken derweil den Wald als großen Spielplatz. Was ihnen an Stöcken, Blättern, Zapfen und dergleichen gefällt, wurde gesammelt, um daraus später etwas zu basteln.

Abenteuer pur, denn der Spielplatz bietet tolle Verstecke, umgekippte Baumstämme eigenen sich ideal zum Klettern. Wenn das Horn erschallt, dann versammeln sich alle wieder am Lagerfeuer. „Auch das haben wir trainiert“, fügt die Leiterin an. Falls sich mal ein Kind verläuft, weist der Klang des Horns ihm den Weg. Und es funktioniert, aus allen Richtungen arbeitet sich der Nachwuchs aus dem Dickicht, steuert zielgerichtet auf den Treffpunkt zu.

Viel haben die Mädchen und Jungen in den zehn Tagen erlebt und gelernt. Linus (6) überschlägt sich förmlich beim Erzählen. Nach Wasser haben sie gegraben, denn der Rosebach ist ausgetrocknet, „und die Biber brauchen doch Wasser“, so der Sechsjährige. Einen halben Meter tief haben sie gegraben und dann wirklich Wasser gefunden „und im Schlamm gebadet, das war super“, erzählt Linus. Derweil hat Tim schwer zu tragen. Ein großes Holzscheit schafft der Zweijährige zum Feuer. Auch Holz sammeln und zurechtsägen gehörten zu den Aufgaben der Kinder.

Jeder Tag hielt was Besonderes parat. Theater haben sie gespielt, die Bühne und die Puppen dafür selbst gebastelt aus Materialien, die der Wald zur Verfügung stellt. Sandfarben haben sie hergestellt und tolle Bilder damit gemalt, zu einem Waldmarathon sind sie gestartet, haben im Niedrigseilgarten geübt, die Balance zu halten, im Wald Tiere beobachtet, den Barfußpfad täglich ausprobiert.

Das Mittagessen kam aus der Küche in der Lindenstraße bis „auf die letzten drei Tage“, da haben wir selbst gekocht“, ergänzt Cornelia Schmidt. Und so köchelte im Kessel über dem offenen Feuer gestern Tomatensoße für die Nudeln. Den Kräuterquark für die Pellkartoffeln schmeckten die Spatzen schon mal ab und befanden ihn für lecker.

Übrigens, Mittagsschlaf wurde natürlich auch im Waldkindergarten gehalten, die Kleinen in einem Bauwagen und die Großen unterm Zeltvorbau. „Die Perleberger Hochbaufirma hat uns den Bauwagen kostenlos zur Verfügung gestellt“, berichtet Erzieherin Katrin Kanarecki. Und die Kinder sagen Dankeschön, denn der Wagen war eine super Sache.

 

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