zur Navigation springen

Wunderblutkirche Bad Wilsnack : Kirchensanierung steht in Startlöchern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wunderblutkirche erhält Fördermittel / Am Eigenanteil wird noch gearbeitet

Es ist geschafft: Die Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack darf sich nun mit dem Titel „National wertvolles Kulturdenkmal“ schmücken. Damit verbunden sind für dieses Jahr 200 000 Euro an Fördermitteln vom Bund. Diese Summe wird durch Landes- und Eigenmittel in jeweils gleicher Höhe ergänzt (wir berichteten). Ob der Bund auch über 2016 hinaus Gelder in dieser Größenordnung freigibt, wird jährlich neu entschieden. Die Förderhöchstdauer beträgt sieben Jahre.

Generell wirkt sich die Entscheidung auf Bundes- auch auf die Landesebene aus. „Das Land hat die 200 000 Euro pro Jahr eingeplant. Die Mittel werden ausgezahlt, wenn der Bund die Zuwendungsbescheide freigibt“, erklärt Stephan Breiding, Sprecher des Landeskulturministeriums, auf Anfrage des „Prignitzers“. Voraussichtlich würden die Bundes- und Landesmittel zusammen über das Landesamt für Denkmalschutz im Sommer ausgereicht.

In Sachen Eigenanteil sind mehrere Parteien involviert. Dazu gehört auch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). „Der Ständige Haushaltsausschuss der Landessynode hat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, dass die EKBO für den ersten Bauabschnitt an der Wunderblutkirche 110 000 Euro als landeskirchliche Baubeihilfe bewilligen darf. Den Bescheid fertigt die Landeskirche in den nächsten Tagen aus“, erläutert Christoph Heil, Sprecher der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Es sei sicher, dass Landeskirche, Kirchenkreis und Kirchengemeinde mit Hilfe der Sparkassenstiftung, sowie der Oetker-Stiftung, der Reemtsma-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz den Eigenanteil von 200 000 Euro aufbringen. „Wir haben vor, die Sanierung der Wunderblutkirche zu fördern. Dafür sind unsererseits mindestens 15 000 Euro vorgesehen“, so Heidi Gerber von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Wie hoch die Summe tatsächlich ausfällt, sei demnächst klar.

Dass die Sanierung der Kirche nötig ist, weiß kaum jemand so gut wie Regine Hartkopf. Die Architektin und Dombaumeisterin hat maßgeblich an dem mehrere tausend Seiten umfassenden Förderantrag mitgearbeitet. „Im ersten Bauabschnitt wird ein Teil des Daches abgedeckt, damit das darunter liegende Holz repariert werden kann. Außerdem wird eine zusätzliche Tragkonstruktion eingefügt, eine Art Verklammerung“, so Regine Hartkopf gegenüber dem „Prignitzer“. Dabei müssten sich die Bauarbeiter mittels Atemschutzmasken vor dem Staub schützen, in dem Reste alter Holzschutzmittel enthalten sind. Für das gesamte Dach plant Hartkopf eine Sanierungszeit von drei Jahren ein. Ebenfalls zeitnah angegangen wird die Westfassade der Wunderblutkirche, die für die Arbeiten eingerüstet wird.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen