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Weiteren Baustein in Stavenow gesetzt : Kirche erhält einen neuen Boden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Um den Wiederaufbau des Gotteshauses in Stavenow kümmert sich der Förderverein. Ein Mitglied wohnt auf einer Insel im Südpazifik.

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Ein weiterer Baustein für die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Kirche in dem kleinen Dorf ist gesetzt. Besser gesagt sind es mehrere Steine, die nun den neuen Boden des Gotteshauses zieren. „Am Montag sind die knapp einwöchigen Arbeiten abgeschlossen worden“, sagt gestern Reinhard Leber, Vorsitzender des Kirchenfördervereins, bei einem Vor-Ort-Termin.

Vereinzelt erinnern noch größere Quader im Boden an den alten Steinbelag. „Steine, die noch in gutem Zustand waren, wurden wieder eingesetzt. Insgesamt gab es aber durch das Stückwerk der vergangenen Jahre keinen einheitlichen Boden“, schildert Leber und zeigt ein Foto aus früheren Tagen, auf dem zu sehen ist, dass sich im Kircheninneren eine dichte Grasfläche gebildet hatte. Der Bau aus dem 18. Jahrhundert war über die Jahre verfallen, das Dach fehlte, so dass der Innenraum der Witterung ausgesetzt war. „Es wurde immer wieder Sand eingeweht und dann bildete sich sehr schnell eine Grasfläche“, erinnert sich Reinhard Leber. Gut 30  000 Euro haben die 140 Mitglieder des Fördervereins seit dessen Gründung im Jahr 2001 über Spenden und von Stiftungen für die Kirchensanierung einwerben können.

Das nächste Teilprojekt soll auch bald umgesetzt werden. Darauf weisen zwei Löcher im neuen Boden hin. In dem größeren steht eine Leiter, die in die leere Gruft führt. „Wir wollen diesen Raum ausleuchten und eine Glasplatte soll die kleinere Öffnung abdecken. Dann können Besucher nach unten blicken“, erläutert Reinhard Leber das Vorhaben, das in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erfolgen wird. Das große Loch wird wieder verschlossen, wenn die Elektrik verlegt ist. Ohne die Unterstützung von Spendern und Stiftungen, aber auch der hiesigen Banken wäre die Stavenower Kirche noch heute in einem sehr schlechten Zustand, ist Reinhard Leber überzeugt. So gab die Sparkasse über die PS Lotterie 2500 Euro für eine neue Holztreppe, die in den Kirchturm hinauf führt. Vor etwa drei Wochen wurde die Treppe eingesetzt. Es riecht noch nach frischem Holz. „Früher mussten wir immer mit einer Leiter von Zwischenebene zu Zwischenebene. Das war nicht ohne“, erzählt Leber, der in den 1990er Jahren auf der Suche nach einem ruhigen Wohnumfeld aus Berlin nach Stavenow zog.

Die zirka 140 Mitglieder des Fördervereins sind in vielen Ländern zu finden. Die weiteste Entfernung hat wohl ein gebürtiger Hamburger, der nun auf den Tonga-Inseln (Südpazifik) ein Hotel betreibt. „Er hat familiäre Wurzeln in Verbindung mit dem Ritter Gerhard von Stavenow“, sagt Reinhard Leber. Einmal war der Insulaner bisher in Stavenow. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die kleine Kirche zu einem Kulturplatz in dem etwa 50 Einwohner zählenden Dorf bei Karstädt entwickelt. Für Hochzeiten, Taufen, aber auch Konzerte steht die Kirche offen. Pfingsten wird sie, wie auch in den Vorjahren, in die die Fahrrad-Stern-Fahrt des Pfarrsprengels einbezogen.  

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