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Der Prignitzer

21. November 2017 | 09:24 Uhr

Kita baut aus : Kinderparadies wächst weiter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Anbau an privater Kita in der Pritzwalker Straße schafft zusätzlich fünf Krippenplätze

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Als sich 2002 abzeichnete, dass die Kita des DRK dichtmacht, da setzte die Leiterin Uta Ilgeroth alles auf eine Karte und machte sich selbstständig. Mit dem „Haus Sonnenschein“ kehrte zugleich Kinderlachen in ein Gebäude in der Pritzwalker Straße ein, das früher bereits viele Jahre als Kindereinrichtung genutzt wurde. Denn hier hatte einst der evangelische Kindergarten sein Domizil.

2008 erwarb Uta Ilgeroth dann auch das ehemalige Anwesen der Volkssolidarität in der Wilsnacker Straße. „Einen Hort wollten wir hier auf Wunsch der Eltern einrichten. Doch dann kamen die verlässlichen Halbtagsschulen“, erinnert sie sich. Probleme, das Haus voll zu bekommen, hatte sie dennoch nicht. Statt Hortschüler zogen auch hier Krippen- und Kindergartenkinder ein.

Mit 15 Spatzen und zwei Kolleginnen aus der DRK-Kita begann alles. Heute werden hier 103 Steppkes im Alter von Null bis zur Einschulung betreut. Und das täglich von 5 bis 20 Uhr bzw. in der anderen Kita von 5.30 bis 17 Uhr. „Anfangs hatten wir auch Übernachtungskinder, doch der Bedarf ist nicht mehr da. Falls sich das ändert, dann können wir sofort reagieren“, so die 55-Jährige.

Dafür gäbe es aber relativ viele Kinder, die um 20 Uhr abgeholt werden. „Nicht nur Krankenschwestern arbeiten in Schicht, sondern auch Verkäuferinnen, Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes.“ Und während sie ihrer Arbeit nachgehen, wird der Nachwuchs im „Haus Sonnenschein“ liebevoll betreut und umsorgt. Zweifelsohne ein Grund, warum die Warteliste in der Einrichtung lang ist. „Bis 2017 sind wir ausgebucht“, so die agile Chefin, die von sich behauptet, den Traumberuf zu haben.


Wieder Zeit für Veränderungen


Wer sie kennt, der weiß, dass sie auch alles dafür tut, damit sich ihre kleinen Tagesgästen pudelwohl bei ihr fühlen. Und nicht nur sie, auch ihre inzwischen 18 Kolleginnen, ausgebildete Erzieherinnen und zwei Hausmeister, gehen in ihrem Beruf auf. „Ein tolles Team, das ich habe“, betont Uta Ilgeroth immer wieder. Übrigens, auch ihre Tochter Kathleen Koch schickt sich an, nun doch in die Fußstapfen der Mutti zu treten. Von Hause aus Rettungssanitäterin, hat sie sich noch einmal auf die Schulbank gesetzt und macht eine Ausbildung zur Erzieherin. Alles läuft und damit ist es wieder Zeit für Veränderungen – möchte man meinen. „So ist es“, bestätigt lachend Uta Ilgeroth. Als im vergangenen Jahr das Jugendamt signalisierte, dass insbesondere Krippenplätze gebraucht würden, beschloss die sympathische Prignitzerin, wieder zu bauen. „Zumindest anzubauen“, ergänzt sie schmunzelnd. Ein Jahr hat es gedauert, dann hatte sie die Baugenehmigung und im Mai sollen die 120 Quadratmeter Kita-Anbau in der Pritzwalker Straße eingeweiht werden. Fünf Krippenkinder können damit zusätzlich aufgenommen werden. Denn hier entstehen neben einem Sportraum zwei Gruppenräume für die Jüngsten und ein Babybad.

An die 110 000 Euro investiert die engagierte Chefin dafür. „Im anderen Haus haben wir bereits neun zusätzliche Plätze geschaffen.“ Räume, die zuvor anderweitig genutzt wurden, funktioniert man entsprechend um, ergänzt die Kita-Chefin. Kleine Gruppen, wo der Nachwuchs Raum hat, die Welt spielend zu entdecken und wo er zugleich sich auch zurückziehen kann, wenn die große Welt zu groß wird, darauf lege man großes Gewicht. Mit dem Anbau werde das Kinderparadies in der Pritzwalker Straße auch vom Platz her wieder noch ein Stück großzügiger. Derweil beobachten die Steppkes ganz fasziniert, das Geschehen auf der Baustelle an ihrer Kita.

 

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