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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 17:39 Uhr

Kindern die Heimat näherbringen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vietnamesische Gruppe „Frieden“ feierte im Würfel ihr traditionelles jährliches Kinderfest

svz.de von
erstellt am 07.Sep.2014 | 18:51 Uhr

Vui Tet Trung Thui – ein frohes Fest: Mit einem riesigen beschrifteten Tuch an der Wand begrüßten die Organisatorinnen um Anna Do und Minh Pham am Sonnabendnachmittag ihre vietnamesischen Landsleute aus Wittenberge, Perleberg, Karstädt, Bad Wilsnack und Umgebung. Einmal im Jahr – je nach dem Mondkalender – steht Ende August/Anfang September das Kinderfest an. Und da geht es ganz traditionell nach den Bräuchen Vietnams zu, um die Tradition zu pflegen. Und sie kommen alle gern, freuen sich darauf. „Wir sind in Deutschland geboren. Wir finden es toll, dass unsere Eltern so ein Fest für uns organisieren. Es ist wichtig, dass wir als Vietnamesen unsere Tradition beibehalten“, sagen die 16-jährige Mia Le und die 17-jährige Hong Nhung Nguyen. Die beiden Gymnasiastinnen gehen jeden Freitag fleißig zum Sprachunterricht und Kung Fu. „Mir wäre es als Vietnamesin peinlich, wenn ich nicht meine Muttersprache könnte“, so die 17-jährige Schülerin aus Wittenberge.

Am Sonnabend nutzten die beiden die Gelegenheit, mit den anderen Jugendlichen zu plaudern oder Tischtennis zu spielen. Im „Würfel“ erklang aber auch ganz traditionelle Musik aus der fernen Heimat. Die Kinder vergnügten sich dazu beim Tanz mit Bambusstangen. Die Kleinen erhielten kleine Geschenke, zum Essen wurden Klebreis, Hühner- und Rindfleisch, Shrimps und Salat ganz nach vietnamesischer Art aufgetafelt. „Es geht darum, dass wir unsere Heimat nicht vergessen, dass wir unseren Kindern die Kultur und Tradition erklären“, sagt die dreifache Mutter Minh Pham, die seit 27 Jahren in Wittenberge lebt und damals als Arbeiterin ins Nähmaschinenwerk kam. Sie leitet mit Anna Do die Gruppe „Frieden“ ihrer Landsleute, der 45 Erwachsene und über 30 Kinder angehören. Und sie freuen sich, dass sie ein Teil des hiesigen Lebens sind. „Mit unserer Kung Fu-Gruppe sind wir beim Stadtfest aufgetreten“, erzählt Minh Pham begeistert. Und zum Kung Fu-Unterricht am Freitag „kommen auch Deutsche“. Ein gutes Beispiel für Integration, wie Minh Pham verdeutlicht.

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