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Zum zweiten Mal ausgezeichnet : Kinderklinik erhält Gütesiegel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Perleberger Kreiskrankenhaus erfüllt bundesweite Kriterien / Schwer verletzte Patienten werden im Netzwerk betreut

Die Kinderstation des Perleberger Kreiskrankenhauses hat das zweite Mal in Folge das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder“ erhalten. Dieses wird bundesweit an Kliniken verliehen, die sich freiwillig einer Überprüfung ihrer Qualität unterziehen. „Wir sind sehr stolz“, sagt Chefarzt Dr. Rüdiger Wiebelitz.

Eine gute Grundversorgung der kleinen Patienten, die Erreichbarkeit der Klinik in einem vertretbaren Zeitrahmen für Angehörige, die personelle Ausstattung seien wichtige Kriterien für die Bewertung. „Von unseren fünf Fachärzten ist einer rund um die Uhr erreichbar, insgesamt sind wir ein Team von sieben Ärzten“, sagt Dr. Wiebelitz.

Genauso wichtig sei das Pflegepersonal. Stationsschwester Kerstin hat ein Team von zwölf Mitarbeiterinnen. „Elf von ihnen haben eine spezielle Ausbildung zur Kinderkrankenschwester“, ergänzt sie. Das sei von besonderer Bedeutung. „Die Zuwendung zu den Kindern ist eine andere, als bei Erwachsenen. Wir beobachten die Kinder, erkennen, wo es weh tut, was gerade die kleineren nicht sagen können“, erklärt Schwester Kerstin. Eltern geben sie praktische Informationen zum Stillen oder Füttern der Babys, sie spielen mit den Kleinen, lesen ein Buch vor. Der Stationsalltag unterschiede sich halt doch von anderen Kliniken.


Zusammenarbeit mit Spezialisten


Die Klinik arbeite eng mit spezialisierten Häusern zusammen, darunter sind Schwerin, Berlin-Buch und Neuruppin. Es geht um Erkrankungen wie Krebs oder Augenheilkunde. „Wir haben die technischen Voraussetzungen Tumore zu erkennen, setzen unter anderem die Kernspintomographie dafür ein“, so Rüdiger Wiebelitz. Auch EEG-Messungen und eine Grunddiagnostik am Herzen sowie Herzultraschall steht den Perleberger Ärzten zur Verfügung.

Innerhalb des eigenen Hauses gebe es eine enge Vernetzung mit der Chirurgie und Notfälle werden nicht in der allgemeinen Notfallaufnahme, sondern direkt in der Kinderklinik aufgenommen.

Im Aufbau ist die Mitarbeiter im norddeutschen Intensivnetzwerk. Koordiniert durch die Universität Hannover werden unter den beteiligten Kliniken schwerstverletzte Kinder verlegt. „Wenn wir einen Fall melden, vermittelt die Zentrale einen freien Platz und den Transport dorthin“, verdeutlicht Wiebelitz. Bei Bedarf berate ein Experte die Perleberger Online bei der Erstbehandlung, bis der kleine Patient transportfähig wird. Erst vor einem Monat hat sich das Kreiskrankenhaus diesem Netzwerk angeschlossen.

Zu all diesen Themen müssen im Rahmen der Zertifizierung Angaben gemacht werden. Stichprobenartig werden diese überprüft. Von den rund 300 Kinderkliniken in Deutschland dürfen rund 80 Prozent das Gütesiegel tragen, sagt Chefarzt Wiebelitz. Die jetzt verliehene Auszeichnung ist für zwei Jahre gültig.

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