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Der Prignitzer

17. November 2017 | 22:29 Uhr

Kerstin Schulz ist Lehrerin 2011

vom

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erstellt am 05.Mär.2012 | 07:17 Uhr

Wittenberge | Ungewöhnlich haben gestern Kinder und Lehrer an der Jahnschule die Woche begonnen. Die Klassen versammelten sich auf dem Schulhof. Mikrofone waren verkabelt, das Keyboard aufgebaut. Anne Trampnau aus der 6. Klasse hatte extra einen englischen Willkommensgruß gelernt. Der ganze liebevolle Aufwand galt Schulchefin Kerstin Schulz. An die zwei Wochen war die Rektorin nicht da, hat in London selbst auf der Schulbank gesessen, sich in Englisch weitergebildet, gemeinsam mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern. Schüler und Lehrer freuen sich über ihre Wiederkehr, denn die Schulleiterin ist allgemein beliebt. Das morgendliche große Willkommen einschließlich Plakat schon am Schuleingang ist aber einem ganz besonderen Umstand geschuldet: Kerstin Schulz gehört zu jenen Pä dagogen im Land Brandenburg, die sich Lehrerin bzw. Lehrer des Jahres 2011 nennen können (der "Prignitzer" informierte bereits kurz über die Auszeichnung auf Seite 1).

Mädchen, Jungen, Kollegen, Eltern strahlen gestern früh, weil die Überraschung für die Rektorin gelungen ist, vor allem aber, weil die Auszeichnung des Brandenburger Bildungsministeriums genau die Richtige getroffen hat. "Wir waren uns in der Schulkonferenz einig, Kerstin Schulz verdient diese Ehrung", sagt der Vorsitzende Mirco Fredyk. Der Ministerin Martina Münch haben sie geschrieben, dass Kerstin Schulz "eine Vollblutlehrerin in Englisch und Sport ist, eine Schulleiterin mit Herz und Verstand, die immer für Kinder, Eltern und Erzieher da ist, die jedes Kinde entsprechend seiner Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen fördert und fordert". Sie tue alles, damit die Kinder sagen: "Ich gehe gern zur Schule", sagt Mirco Fredyk. Er kann diesen Leitspruch nur unterstreichen, denn seine beiden Töchter Fabiana (Klasse 6) und Lucienne (4. Klasse) lernen an der Jahnschule, sind hier gern. "Durch den Einsatz von Kerstin Schulz ist die Jahnschule für alle Kinder mehr als nur eine einfache Schule", so formuliert es die Schulkonferenz im Bewerbungsschreiben an die Ministerin. Für Kerstin Schulz allerdings ist ganz klar, "das funktioniert nur so gut, weil wir ein gutes Team sind, sich einer auf den anderen voll verlassen kann".

Neben dem normalen, abwechslungsreichen Schulalltag bereichern zahlreiche Projekte das Lernen an dieser Einrichtung. Eines davon war das Comenius projekt. Von 2007 bis 2009 gehörte die Jahnschule dazu, durfte mit zwei englischen und einer spanischen Lehreinrichtung, unterstützt von Fördergeld, intensive Austausche pflegen. Gegenseitige Besuche waren die Höhepunkte. "Es hat Schüler beflügelt und motiviert", sagt Kerstin Schulz. Zwar ist das Projekt (erst einmal) beendet. Einen Schlusspunkt kann die Schule aber noch setzen. Es ist etwas Besonderes. In zwei Wochen fliegen 16 Mädchen und Jungen aus den 5. und 6. Klassen nach England, treffen Schüler aus Shapton Mallet. Mit der dortigen Schule hat die Jahn-Grundschule schon lange gute Kontakte, Mädchen und Jungen von dort besuchten die Jahnschule im Rahmen des Comeniusvorhabens. Die Kinder freuen sich riesig auf England.

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