Keine neue Straße bis 2015

<strong>Die Landtagsabgeordneten</strong> Holger Rupprecht und Gordon Hoffmann sowie Vertreter des Landesbetriebes Straßenwesen und der unteren Verkehrsbehörde diskutieren vor Ort mit  Stavenowern über die Situation. <foto>Lars Reinhold</foto>.
Die Landtagsabgeordneten Holger Rupprecht und Gordon Hoffmann sowie Vertreter des Landesbetriebes Straßenwesen und der unteren Verkehrsbehörde diskutieren vor Ort mit Stavenowern über die Situation. Lars Reinhold.

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11. März 2013, 06:29 Uhr

Stavenow | "Wir sind stinksauer angesichts der Tatsache, dass Zusagen über eine Sanierung der Ortsdurchfahrt nicht eingehalten werden und künftig die Belastung der Anwohner durch Kiestransporte für den Bau der A 14 noch steigen wird." André Lüdemann, Ortsvorsteher von Stavenow, machte gestern beim Besuch der Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann (CDU) und Holger Rupprecht (SPD) seinem Ärger Luft.

Und die Stimmung dürfte nach dem gestrigen Vor-Ort-Termin, zu dem auch Frank Schmidt, Bereichsleiter des Landesbetriebes Straßenwesen, und Jürgen Nüsse von der unteren Verkehrsbehörde des Kreises erschienen waren, kaum besser werden. "Für die Landesstraße 131 ist angesichts des Budgets für den Straßenbau bis 2015 keine Sanierung denkbar", machte Schmidt auf Nachfrage der Bürger nach einem konkreten Termin deutlich.

Angesichts des desolaten Zustandes der Ortsdurchfahrt (wir berichteten) befürchten die Einwohner, dass die erwartete Zunahme des Verkehrs durch den Bau und den späteren Betrieb der Autobahn erhebliche Risiken für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Schäden an den Häusern durch Vibrationen.

"Wenn die Straße hier nicht ertüchtigt wird, kann auch nicht gefahren werden. So einfach ist das", bekräftigte Okka de Wall die Haltung vieler Stavenower und bekam spontanen Applaus. Auch Ortsvorsteher Lüdemann betonte, dass die Einwohner von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch machen würden, sofern sich keine Lösung finden werde.

Möglichkeiten, die Belastung zumindest zu reduzieren, sehen die Stavenower in einem Tempolimit von 30 km/h oder einer Tonnagebeschränkung. Beides sei möglich und bei den zuständigen Behörden zu beantragen, bekräftigten Frank Schmidt und Jürgen Nüsse unisono. Karstädts Bürgermeister Udo Staeck sicherte zu, beim Landesbetrieb Straßenwesen und der unteren Verkehrsbehörde entsprechende Anträge zu stellen. Die Abgeordneten Rupprecht und Hoffmann konnten ebenso wie Schmidt keine Zusagen für Veränderungen geben, betonten aber die Bedeutung dieses Termins, um sich vor Ort ein Bild zu machen und zu prüfen, was sie auf Landtagsebene tun können.

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