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Infos vom Gesundheitsamt : Keine Masern in der Prignitz

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Amtsärztin Catrin Goltz spricht von hoher Impfquote Bei Unsicherheit gibt ein Test Aufschluss

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 20:00 Uhr

Ein totes Kleinkind, rund 500 bekannte Masernfälle – das ist die aktuelle Situation in Berlin. Sie sei aber nicht mit der Prignitz vergleichbar, sagt Catrin Goltz. „Im Landkreis Prignitz gibt es derzeit keine Masernerkrankungen“, beantwortet sie eine Anfrage unserer Redaktion.

Als Grund benennt sie dafür einen „allgemein sehr guten Impfstatus“ in der Region. Gerade bei Kindern und Jugendlichen gebe es eine sehr hohe Impfrate. Diese lasse sich auch mit Zahlen belegen: „Einschüler im Landkreis sind zu 96,9 Prozent zweimal geimpft, und zu 99 Prozent einmal“, sagt Catrin Goltz. Auch bei den Zehntklässlern sei das Ergebnis vergleichbar hoch und damit sehr gut: 96,5 Prozent sind zweimal, 99,1 Prozent einmal geimpft. In Berlin liege die Impfquote bei Kindern bei nur 95 Prozent.

Auf Brandenburg bezogen liegt der Landkreis ebenfalls über dem Durchschnitt. „Dahinter stehen sehr engagierte Kinderärzte und natürlich auch verantwortungsvolle Eltern“, sagt die Amtsärztin. Impfen lassen kann man sich grundsätzlich bei Kinderärzten, Hausärzten und auch im kreislichen Gesundheitsamt ist das möglich, aber nur nach vorheriger Anmeldung, so Catrin Goltz. Deutschlandweit gibt es die Masernimpfung etwa seit 1970. Wer danach geboren wurde und nur eine oder gar keine Impfung hat, sollte sich impfen lassen, lautet ihr Rat. Für einen sicheren Impfschutz sollten möglichst zwei Impfungen erfolgt sein (Grundimmunisierung), ansonsten sollten sich Erwachsene einmal nachimpfen lassen. Seinen Impfstatus kann bei einer Unsicherheit jeder Patient gegebenenfalls durch seinen Hausarzt überprüfen lassen.

„Von den vor 1970 Geborenen wird angenommen, dass sie immun sind, da seinerzeit Masern sehr häufig vorkamen. Wer unsicher ist, sollte aber auch in diesem Fall seinen Arzt konsultieren“, erklärt Catrin Goltz. Wer nicht geimpft ist und in seinem Umfeld mit einem Masernfall Kontakt hatte, sollte sich unbedingt innerhalb der nächsten drei Tage impfen lassen, sagt sie. Wer Kontakt hatte und nicht ausreichend geimpft ist, sollte Gemeinschaftseinrichtungen nicht betreten.

Ein generelles Aufnahmeverbot für nicht geimpfte Kinder bestehe in den Kindertagesstätten nicht, dafür gebe es keine gesetzliche Grundlage, informiert die Kreisverwaltung.

 

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