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Bürgerinitiative Bentwisch : Keine freie Fahrt durch Bentwisch

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Bürgerinitiative erwartet eindeutiges Bekenntnis der Stadtverordneten

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2015 | 17:35 Uhr

Die Bürgerinitiative Bentwisch (BI)  erwartet ein sehr eindeutiges Bekenntnis der Wittenberger Stadtverordneten gegen eine Trasse der  A 14, die quer durch Bentwisch geht.    Vertreter der BI, die sich nach eigenem Bekenntnis für eine Trasse mit und für den Menschen einsetzt, haben sich in dieser Woche mit einem Schreiben an den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Karsten Korup, gewandt. Sie bitten um einen Parlamentsbeschluss mit folgendem Inhalt: „Die Landesregierung des Landes Brandenburg wird umgehend gebeten, die Alternativtrasse  A 14, die durch den Ort Bentwisch gehen soll, nicht mehr zu prüfen und die Planungen dafür einzustellen, da die Schutzgüter Mensch und Natur im erheblichen Maße beeinträchtigt werden.“

Die Familien Rattunde und Karlstädt, die als BI-Vertreter den Brief unterzeichnet haben, beziehen sich auf ein Gespräch am 12. August 2013.  Damals sei  laut Bürgerinitiative die Beschlussvorlage vereinbart worden unter dem Titel „Keine A 14 durch den Ort Bentwisch“. Die BI bittet den Parlamentsvorsteher nun  um die  Annahme des von ihr erarbeiteten Textes für eine Beschlussfassung im Parlament.

„Wir möchten, dass auf das Lippenbekenntnis der Parlamentsvertreter vom Oktober 2013 nun die Taten folgen“, sagte gestern auf Redaktionsnachfrage Cornelia Karlstädt. Mit anderen Worten, die Abgeordneten sollen sich ganz  klar  positionieren, wie sie zu einer A 14-Tasse stehen, die quer durch Bentwisch verläuft.

Deshalb hat die BI ihr Schreiben  nicht nur dem Parlamentschef Karsten Korup zukommen lassen, sondern zeitgleich auch  den im Parlament vertretenen Fraktionen. „Wir möchten genau wissen, wann und in welcher Form  die Beschlussvorlage  behandelt wird und bitten um  die Beschlussfassung  in der nächsten Stadtverordnetenversammlung“, fügt   Karlstädt an.

Die Bentwischer BI geht davon aus, dass den Abgeordneten eine klare Absage an die A 14 quer durch das Dorf nicht schwer fallen dürfte, denn in einer  protokollierten Stellungnahme vom 13. März  2014 zu einer   A 14-Arbeitskreissitzung im Oktober 2013 heiße es: „Der Landkreis, die Stadt Wittenberge und die Bürgerinitiative waren einheitlich der Meinung, dass die Trasse zwischen Bentwisch und Lindenberg nicht in Betracht kommen kann.“

Und wie positioniert sich  der Parlamentsvorsteher zu dem Anliegen  der BI? Korup sagt: „Es deckt  sich ja mit dem, was  wir schon 2013 zu Protokoll gegeben haben.“ Für ihn sei  die Autobahn  quer durch einen Ort nach wie vor nicht denkbar. Ein einfaches Ja zu dem vorgeschlagenen Stadtverordnetenbeschluss gibt es von ihm aber nicht. Korup sagt: „So ein Beschluss wäre sicher ein Statement, um unsere Position zum Ausdruck zu bringen.“ Er wolle aber erst einmal die Unterzeichner des Briefes zu einem Gespräch einladen, „um das weitere Vorgehen abzustimmen“. „Denn es gibt eine  Vielzahl von  Möglichkeiten, wie wir vorgehen können.“  Barbara Haak

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