Ferkelgut Pinnow : Kein Verfahren gegen Betrieb

Eines der toten Ferkel in Pinnow.  Fotos: Animal Rights Watch e.V. (3)
Eines der toten Ferkel in Pinnow. Fotos: Animal Rights Watch e.V. (3)

Staatsanwaltschaft kann bei der Tiertötung keine Gesetzesverstöße erkennen

svz.de von
11. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat das Verfahren gegen die Ferkelgut Pinnow GmbH & Co. KG bei Karstädt eingestellt. Das teite gestern Oberstaatsanwalt Detlef Hommes auf Nachfrage mit. Im August hatte der Landkreis Strafanzeige gestellt.

Anlass zu diesen rechtlichen Schritten waren Filmaufnahmen der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch e. V. Sie hatte nach eigenen Angaben mit einer versteckten Kamera in dem Pinnower Betrieb die dortige Vorgehensweise gefilmt. Die Bilder waren schrecklich und zeigen, wie kleine Ferkel auf dem Betonboden oder an der Stallwand totgeschlagen werden.

Nach Sichtung der Unterlagen und der Filmaufnahmen könne die Staatsanwaltschaft nicht erkennen, das gesunde Tiere getötet werden oder grundlos. „Nach Akten müssen wir davon ausgehen, dass es sich um kranke oder missgebildete Tiere handelt“, sagt Detlef Hommes.

Ebenfalls konnte die Staatsanwaltschaft nicht feststellen, dass Tiere länger als nötig oder wiederholt gequält wurden. Unabhängig vom Eindruck, den die schrecklichen Bilder beim Betrachter machen, müsse die Staatsanwaltschaft nach dem Gesetz entscheiden. „Für eine Anklage sind die Tatbestandsvoraussetzungen nicht erfüllt“, fasst Hommes zusammen. Der Landkreis sei darüber informiert worden, habe keine Einwände erhoben.

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