kita berge : Kein Trägerwechsel in der Mäuseburg

Die Hortkinder der 1. und 2. Klasse freuen sich, genauso wie die Erzieherinnen der Mäuseburg. In der Berger Kita  wird der Betrieb wie gehabt fortgeführt.
Die Hortkinder der 1. und 2. Klasse freuen sich, genauso wie die Erzieherinnen der Mäuseburg. In der Berger Kita wird der Betrieb wie gehabt fortgeführt.

Gemeindevertretung Berge stimmt gegen die Übernahme ihrer Kita durch die Gans(z) Anders GmbH aus Putlitz

svz.de von
04. Dezember 2013, 07:30 Uhr

In der Berger Kita „Mäuseburg“ wird der Betrieb wie gehabt fortgesetzt. Die Gemeindevertretung lehnte am Montagabend auf ihrer Sitzung bei zwei Enthaltungen die Übernahme der Trägerschaft durch die Gans(z) Anders GmbH aus Putlitz ab. Somit bleibt die Gemeinde Träger der Kita. Das Putlitzer Unternehmen hatte mit Schreiben vom 19. November um eine Entscheidung gebeten. „Mit dem Trägerwechsel könnten Personalengpässe aufgrund der Anzahl der Erzieherinnen im gesamten Unternehmen besser ausgeglichen werden. Für die perspektivische Personalplanung bedarf es jedoch konkreter Aussagen der Gemeinde Berge zu einem Trägerwechsel“, unterstrich Ines Müller, Leiterin und Geschäftsführerin der Gans(z) Anders GmbH, die derzeit rund 100 Kinder betreut und elf Erzieherinnen in einem Umfang von 20 bis 40 Stunden beschäftigt.

In der Kita Mäuseburg sind mit der Leiterin Christine Rehberg und ihren Kolleginnen Rosemarie Sygusch, Heidi Bliefert, Bärbel Pötsch und Viola Mende fünf Erzieherinnen beschäftigt und zusätzlich noch die technische Kraft Petra Pfeiffer. Insgesamt besuchen acht Krippen-, 15 Kindergarten- und 34 Hortkinder die Kita. „Uns liegt die Einrichtung am Herzen. Wir haben eine Verantwortung den Eltern gegenüber. Außerdem hat die Gemeinde in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen, um vieles an und im Gebäude zu sanieren“, betonte die Leiterin gestern Mittag. Am Montagabend hatte sie vor der Gemeindevertretung zum Ausdruck gebracht, dass „wir so weitermachen wollen“.

Und der Meinung schloss sich auch die Mehrheit der Gemeindevertreter an: „Wir sind es den Kindern schuldig, unsere Erzieherinnen zu haben“, äußerte sich Hartmut Rose.

„Bislang hat Herr Schneider immer helfen können“, so Christine Rehberg, die selbstverständlich sagt: „Die sind in Putlitz integriert, aber jeder ist in seinem Dorf zu Hause. Man muss die eigene Atmosphäre spüren.“ Und da hebt die Berger Kita-Leiterin die gute Zusammenarbeit mit der Kleinen Grundschule aber auch zum Beispiel mit Bäcker Schumacher – der lässt die Kleinen auch in der Backstube zuschauen – oder Strick-Omi Edith Duskat, die für den Weihnachtsbasar Socken strickt.

Doch allen ist bewusst, dass es bei krankheitsbedingten Ausfällen wie in 2011 und 2012 zu personellen Engpässen kommt. „Eine Ersatzbeschaffung im kurzfristig bedingten Krankheitsausfall ist immer sehr schwierig. Es muss ja eine ausgebildete Erzieherin sein“, erklärte Heinz Schneider, Leiter Allgemeine Verwaltung des Amtes Putlitz-Berge. Auch die Gans(z) Anders GmbH hatte damals ausgeholfen und daraufhin auch die Möglichkeit einer Übernahme der Trägerschaft ins Gespräch gebracht. Das erste Gespräch fand im März dieses Jahres statt. „Dann hat sich nichts gerührt. Wir haben uns auf unsere Arbeit konzentriert“, erklärte Christine Rehberg, die Ende November von Bürgermeister Werner Eckel um eine Stellungnahme auf der Gemeindevertretersitzung gebeten wurde. Diese überzeugte das Berger Parlament, das aber gleichzeitig die Diskussion in den Ring warf, vielleicht mit Pirow und deren Kita in Kooperation zusammenzuarbeiten. Aber auch da sieht es personell nicht gerade rosig aus. Und Berge hat kein Geld, um sich vielleicht noch eine Halbtagskraft zu leisten.

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